Trickkiste – Landstrom in seiner attraktivsten Form

An einem äußerst exponierten Kieler Standort – genau an der Schnittstelle von Innenstadt und der bekannten Kiellinie – erwartet Bürger und Touristen ein Highlight der besonderen Art: Eine Landstromanlage für Kreuzfahrtschiffe, wie sie die Welt noch nicht gesehen hat…

Der Kunde/Das Projekt:

Der Kieler Seehafen (Port of Kiel) ist einer der vielseitigsten Häfen im Ostseeraum. Jährlich werden hier rund sieben Millionen Tonnen Fracht umgeschlagen, während knapp zwei Millionen Passagiere von hier aus mit Fähr- oder Kreuzfahrtschiffen in die Ostsee aufbrechen. Um sich zum ökologischsten Hafen Europas zu entwickeln, verpflichtete sich der Port of Kiel unter anderem zum Bau zweier Landstromanlagen. Die zweite und leistungsstärkste sollte 2020 am Ostseekai ans Netz gehen und künftig eine Fähre und ein Kreuzfahrtschiff gleichzeitig emissionsfrei und klimaneutral mit Strom versorgen. Zudem sollte sie auch mit ihrer außergewöhnlichen Architektur und ihrer faszinierende LED-Fassade zur Landmark werden.

 

Die Aufgabe:

Aufgrund des sehr öffentlichkeitswirksamen Standorts waren die architektonischen Anforderungen an die Landstromanlage von Anfang an hoch gesteckt. Sowohl die Ausformung und Oberfläche als auch die Fassadengestaltung standen in besonderem Fokus. Um zudem die Bedeutung der Landstromanlage für den Klimaschutz zu betonen, wünschten sich Bauherr und Architekt, dass die physikalischen Prozesse der Stromgenerierung im Inneren des Gebäudes auch auf der LED-Fassade symbolisch sichtbar werden. Im Klartext bedeutete das: knapp die Hälfte der 720 m² großen Fassadenfläche sollte durch mehr als 12.000 LEDs zu einer Art gigantischem Bildschirm werden.

S+K_PoK_Abend2Wer lieber Videos schaut als liest, kann sich hier die Entstehung als Film ansehen

 

Die Lösung:

Im Juli 2020 konnte sich das Team von Schreib+Keppler die technische Installation der LED-Anlage im Rahmen einer Ausschreibung sichern. Gemeinsam mit BSP Architekten BDA, den Lichtplanern von team licht und der für die Fassade zuständigen Firma Consens Bautechnik hatten die Elektrospezialisten gerade mal drei Monate Zeit für dieses herausfordernde Unterfangen. Masse und Klasse mussten charmant unter einem Dach vereint werden. Um die Wünsche des Bauherrn zu erfüllen, galt es unter anderem 6,5 km Kabel zu verlegen, 486 Steck- und Buchsenverbindungen herzustellen, 24.400 Nieten und 12.200 Montageclips von Hand zu installieren und last but not least 12.200 LEDs zu verbauen, die aus 27 Vorschaltgeräten in drei Montageracks angesteuert werden.

S+K_PoK_Lars+LeuteTeamarbeit: Kurz vor der Fertigstellung bleibt Zeit für ein Erinnerungsfoto

In intensiver Abstimmung mit dem Fassadenbauer wurde das Trägerblech der LEDs passgenau mit der pulverbeschichteten Aluminium Außenhaut des Gebäudes in Übereinstimmung gebracht. Das Ergebnis ist eine in ihrer Art vermutlich einmalige Fassade: Durch ihre dynamisch strukturierte Lochung sowie ihre an Wellen erinnernde Form hat die äußere Hülle einen ganz eigenen Charakter.

S+K_PoK_Fassade2Das Zusammenspiel aus Lochung und Fassadenform ist auch am Tag ein Hingucker

Schon tagsüber setzt sie Glanzpunkte, die sich mit unterschiedlichen Lichtsituationen kontinuierlich ändern. Sobald die in der Fassade verborgenen LEDs dazu geschaltet werden, ergibt sich allerdings noch eine zusätzliche Gestaltungsebene, die zu einer völlig neuen Wahrnehmung bei Dunkelheit führt. Der besondere Charme liegt dabei in der Verborgenheit der LEDs und der daraus resultierenden Überraschung.

S+K_PoK_X-LEDAus der Nähe erkennt man die einzelnen LEDs hinter der Lochfassade

Jede LED ist über eine Software einzeln ansteuerbar, wodurch die Darstellungsmöglichkeiten fast grenzenlos sind. Allerdings war es den Planern wichtig, dass auch Schriften und Bilder dem Betrachter möglichst einen informativen Mehrwert bieten.

S+K_PoK_Fassade8In der Totale wirkt das beleuchtete Gebäude wie ein riesiger Bildschirm

Wer das Glück hat, nahe Kiel zu wohnen oder demnächst einen Besuch dort plant, sollte sich neben den köstlichen Fischbrötchen vor Ort auch den Anblick dieser Anlage nicht entgehen lassen. Als Vorgeschmack empfehlen wir dringend dieses Video. Das Fischbrötchen müsste dann aber vorerst individuell beschafft werden…

 

Projektdaten im Überblick

Projekt:

Technische Ausrüstung der Fassade der Landstromanlage am Ostseekai des Port of Kiel

 

Besonderheiten:

Ausstattung einer in ihrer Art einzigartigen Lochfassade mit 12.200 einzeln ansteuerbaren LEDs

 

Auftraggeber:

Seehafen Kiel GmbH & Co. KG

 

Architekten:

BSP Architekten BDA, Jan O. Schulz, Roland Burwitz

 

Lichtplaner:

team licht, Haucke Giesecke, Alexandra Vogel

 

LEDs:

Trilux

 

Fassadenbau:

Consens Bautechnik

 

Realisierung:

Schreib+Keppler

Trickreich – nachts sind nicht alle Lettern blau

Was haben Köllnflocken mit Biskin, Livio, Palmin oder Mazola gemeinsam? Die Peter Kölln Gmbh als Mutterkonzern. Sie ist nicht nur ein echter Platzhirsch in Elmshorn bei Hamburg, sondern vor allem Produzent deutschlandweit bekannter Marken. Zuletzt machte sie sich sogar im doppelten Wortsinn an ihrer Dachmarke zu schaffen…

Der Kunde/Das Projekt:

Was 1820 mit einer pferdebetriebenen Göpelmühle begann, entwickelte sich zu einem Multibrandunternehmen, das mit 380 Mitarbeiter*innen jährlich knapp 130 Mio. Euro Umsatz erwirtschaftet. Von Anfang an stand der Hafer im Mittelpunkt, und bis heute gehören Köllnflocken zu Deutschlands bekanntesten Markenprodukten. Später kamen weitere Lebensmittel wie Müslis und Cerealien sowie Speiseöle und Pflanzenfette dazu. Um sich auf den ersten Blick deutlich von der hauseigenen Haferflockenmarke zu differenzieren und den Anspruch eines Multibrandunternehmens zu untermauern, wurde das Logo der Dachmarke Peter Kölln zum 200. Jubiläum des Familienunternehmens komplett überarbeitet. Als Folge musste auch die über 50 Jahre alte Lichtwerbeanlage auf dem Dach der Hauptverwaltung ausgetauscht werden.

 

Die Aufgabe:

Weit über Elmshorn sichtbar ist dieser Schriftzug Werbeträger und Imagebote in einem. Das neue Logo ist allerdinge in einem edlen dunkelblau angelegt, das sich im Dunkeln – auch beleuchtet – nur schwer vom Nachthimmel abhebt. Daher musste die neue Lichtwerbeanlage so konzipiert werden, dass sie sowohl CI konform als auch in der Nacht gut erkennbar ist.

 

Die Lösung:

Als langjähriger Lieferant erhielt Schreib+Keppler den Auftrag nach einer Ausschreibung. Um die Dachkonstruktion für die neuen Buchstaben zu ertüchtigen, wurde zunächst die Statik mittels Stahlträger verstärkt. Bei einer Buchstabengröße von 1,64m in dreißig Metern Höhe müssen sowohl die Dach- als auch die Anlagenkonstruktion für dementsprechende Windlasten ausgelegt sein. Daher konzipierten die Lichtexperten die einzelnen Buchstaben im Profil Nummer 4. Die Acrylglasscheiben werden durch eine umlaufende Aluminiumfacette zusammengehalten und mit weißen LED auf 24-Volt-Basis ausgeleuchtet. Die entsprechenden Transformatoren brachte das Team wartungsfreundlich außerhalb der Buchstaben in einem separaten, wettergeschützt liegenden Gehäuse unter.

S+K_Kölln_DachBei einer Buchstabengröße von 1,64m in dreißig Metern Höhe müssen alle Konstruktionen für dementsprechende Windlasten ausgelegt sein

Um die gewünschten Farbwirkungen zu erzielen, ci-konformes dunkelblau am Tag und eine gute Lesbarkeit bei Nacht, schlug Schreib+Keppler vor, die weiße Acrylglasoberfläche mit einer blauen Lochrasterfolie auszurüsten. Der Effekt: tagsüber sind die weißen Aussparungen aus der Distanz für das Auge nicht erkennbar. Der Schriftzug erscheint also blau. In der Nacht dringt allerdings weißes Licht durch das Lochraster und lässt den Schriftzug weiß erstrahlen, was eine gute Lesbarkeit sichert.

S+K_Kölln_Ansicht2Der neue Schriftzug auf dem Firmensitz in Elmshorn ist tagsüber blau
Schreib+Keppler inszeniert Ihren Markenauftritt mit Lichtwerbung, Schildern, Digital Signage, WerbetürmenMit der Beleuchtung wechseln die Buchstaben die Farbe und strahlen weiß

Um trotz des Lochrasters der CI-Farbe bei Tag möglichst nahe zu kommen, legten die Lichtexperten mehrere Alternativmuster vor, auf deren Basis die Projektverantwortlichen die optimale Folie auswählten. Zusätzlich empfahlen sie, die Buchstaben mit einem speziellen Kippmechanismus auszurüsten. Dafür wurden die Buchstabenprofile hinter den einzelnen Elementen über ein Gelenk auf der Grundkonstruktion befestigt. Sollte in Zukunft eine Reinigung oder Wartung der Anlage notwendig sein, können die Buchstaben einfach auf das Dach gekippt und geöffnet werden. Eine (kosten-)aufwändige Wartungsprozedur mit Hubwagen wird dadurch vermieden.

S+K_Kölln_DetailDie blaue Lochrasterfolie sorgt tagsüber für einen blauen Gesamteindruck
S+K_Kölln_BefestigungDer stabile Kippmechanismus erlaubt eine komfortable Wartung

Lediglich zur Montage im August 2020 musste das Team auf einen mobilen 90-Tonnen-Krahn zurückgreifen. Ein in Elmshorn sehr willkommenes Spektakel im ansonsten höhepunktarmen Corona-Sommer 2020…

S+K_Kölln_Kran2Der 90-Tonnen-Kran sorgte bei der Montage für Aufsehen

Projektdaten im Überblick

Projekt:

Erneuerung einer Lichtwerbeanlage am Firmenhauptgebäude

 

Besonderheiten:

Unterschiedliche Tages- und Nachtfarbwirkung

 

Auftraggeber:

Peter Kölln GmbH & Co. KGaA, Elmshorn

 

Realisierung:

Schreib+Keppler, Hamburg

 

Trickfilm – erleben Sie die Entstehung von Hightech hautnah

Wenn ein Bild mehr als 1.000 Worte sagt, dann sagt ein Video ja wohl soviel wie die Summe seiner Bilder. Herzlich willkommen auf dem YouTube Kanal von Schreib+Keppler…

Der aktuelle Stand der Video-Technik bietet Visualisierungsoptionen, die aus einem klassischen Making-of-Beitrag ein multifunktionales Infotainment-Kunstwerk machen. Das begeistert auch das Team von Schreib+Keppler. Daher begann man schon vor einiger Zeit, außergewöhnliche Projekte von der Planung über die Umsetzung bis zur Inbetriebnahme mit einem Kamerateam zu begleiten. Die Ergebnisse können sich sehen lassen. Und das nicht nur auf der Unternehmens-Website, sondern ab sofort auch auf dem firmeneigenen YouTube Kanal.

S+K_YouTube_GeräteDer YouTube-Kanal von Schreib+Keppler ist ab sofort über alle Onlinemedien verfügbar, klicken Sie einfach auf dieses Foto

Schauen Sie doch mal rein und erleben Sie faszinierende Einblicke in die Arbeit des Schreib+Keppler-Teams sowie in die Technik der Gegenwart. Steigen Sie dem SPIEGEL Verlag auf’s Dach und riskieren Sie einen Blick in das Innenleben großer Buchstabenprofile. Lassen Sie sich von der gigantischen LED-Konstruktion der Vodafone Zentrale in Düsseldorf flashen oder entdecken Sie das Geheimnis der futuristischen Landstromanlage im Seehafen Kiel. Viel Spaß beim Staunen – und gerne auch beim Abonnieren! Und hier geht’s zum Kanal...

Gerd Schreib und Viktor Keppler – hanseatische Problemlöser mit dem Hang zu besonderen Lichtprojekten

Jahrzehnte lang prägten die Senior-Chefs Gerd Schreib und Viktor Keppler die Kultur ihrer Unternehmen. Die Branche hat sich in dieser Zeit so rasant verändert wie ihre Technik. Doch mit Know-how, Energie und Charakter führten sie die traditionellen Stärken der Familienunternehmen erfolgreich in die vierte Generation.

Zwei Generationen, ein Team: Phlipp und Viktor Keppler sowie Gerd und Andreas Schreib (v.l.)
Zwei Generationen, ein Team: Phlipp und Viktor Keppler sowie Gerd und Andreas Schreib (v.l.)

Als die Gründerväter vor fast 100 Jahren ihre Geschäfte eröffneten – die drei Keppler-Brüder zunächst in Berlin und Franz Schreib in Hamburg – war schnell klar, dass beide Unternehmen mit ihren Produkten immer den Finger am Puls der Zeit haben würden. Was mit beleuchteten Schildern begann, entwickelte sich mit rasender Geschwindigkeit weiter. Anfang der 70er Jahre übernahm Viktor Keppler das Unternehmen seines Vaters, das mittlerweile nach Hamburg gezogen war. Der junge Elektromeister liebte schon damals die technische Herausforderung. Kein Projekt war ihm zu kompliziert, und er verdiente sich schnell den Ruf eines begnadeten Tüftlers. Leuchtstofflampen sowie Leuchtkästen und beleuchtete Buchstaben waren das Maß aller Dinge, an dem sich auch die Brüder Gerd und Rainer Schreib messen lassen mussten, nachdem sie den Betrieb ihres Großvaters übernahmen. Die Kunden lernten Gerd Schreib als klassischen hanseatischen Kaufmann kennen und schätzen, und mit seinem ausgezeichneten Vertriebsgespür baute er das Unternehmen Stück für Stück weiter aus.

 

Der erste Keppler-Laden in Berlin
Der erste Keppler-Laden in Berlin
Heute wieder stylisch: der erste Fuhrpark
Heute wieder stylisch: der erste Fuhrpark

Die goldenen Jahre

Mit den Unternehmen wuchs auch das Produktangebot: beleuchtete Pylone, Fahnen, Fahrzeugbeschriftungen ergänzten das Standardsortiment ebenso wie Messestände, ausgeklügelte Wegeleitsysteme und überdimensional große Werbemasten. So aufgestellt hatten sich die Familienunternehmen Schreib+Kahle sowie Keppler+Schultz Ende der 1990er zu den führenden Lichtwerbe-Experten Hamburgs entwickelt. Während sich Schreib+Kahle in dieser Zeit u.a. einen Namen als Beleuchter von Einkaufszentren machte, hatte Keppler+Schultz mit dem Kollegen Karl-Heinz Buske die Aus- und Umrüstung von Tankstellen perfektioniert. Und auch darüber hinaus las sich schon damals die Kundenliste beider Unternehmen wie das Who-is-Who der (Hamburger) Wirtschaft. Ob Banken, Handelsketten, Projektentwickler, Industrieunternehmen, Gastronomiebetriebe oder Theater: alle setzten auf die hohe Qualität und die zukunftsweisende Technik aus einem der beiden Betriebe. Gerne erinnern sich die Senior-Chefs an die Zeiten, zu denen Jungfernstieg und Mönckebergstraße fast komplett durch ihre Unternehmen beleuchtet waren.

Damals: Lichtwerbe-Ikonen in der City
Damals: Lichtwerbe-Ikonen in der City
Namhafte Kunden zieren das Portfolio
Namhafte Kunden zieren das Portfolio

Fusion macht stark

Doch der Markt veränderte sich. Wer erfolgreich bleiben wollte, musste wachsen und sich breiter aufstellen, um sowohl überregional arbeitende Handelsketten als auch Multiplikatoren wie Architekten, Designagenturen oder Messebauer langfristig an sich zu binden. So war die Idee zu einer Fusion schnell geboren, als in beiden Unternehmen der Generationswechsel anstand. Mit vereinten Kräften und den sich perfekt ergänzenden Kompetenzen würde man noch umfassendere Leistungen in bester Qualität aus einer Hand anbieten können. „Gemeinsam sind wir noch stärker,“ lautete das Motto unter dem die beiden Lichtwerbe-Veteranen 2006 zum neuen Unternehmen Schreib+Keppler fusionierten und die Firmenleitung an die Söhne Andreas Schreib und Philipp Keppler übertrugen. Jetzt war es an ihnen, die Firmenkultur der „Quiet Quality“ fortzuschreiben.

Viktor Keppler und Gerd Schreib blieben dem Unternehmen verbunden. Während Viktor weiterhin technisch komplexe Projekte bearbeitete, betreute Gerd langjährige Kunden und unterstützte den Vertrieb. Auch die Entwicklung des Portfolios trieben sie weiter mit voran. Denn Lichtwerbung ist längst viel mehr, als leuchtende Botschaften. Sie vereint technische Innovation mit Marketing, Design, Handwerk, Lebensgefühl und Kunst. Mit seinen Standorten in Hamburg, Bremen und Lüneburg ist Schreib+Keppler heute der größte Fertigungsbetrieb für Werbung und Gestaltung mit Licht in Norddeutschland.

Bekannte Marken beleuchtet von Gerd Schreib
Bekannte Marken beleuchtet von Gerd Schreib
Lichtkunst à la Viktor Keppler
Lichtkunst à la Viktor Keppler

Moderne Lichtdesign-Dienstleister

Parallel zum Portfolio breitete sich nicht nur der Aktionsradius des Unternehmens weltweit aus. Auch die Individualisierung der Produkte nahm deutlich zu. Heute stehen zusätzlich zu klassischen Lichtwerbeelementen auch architektonisch anspruchsvolle Lichtinstallationen, riesige Videodisplays und gestalterisch herausfordernde Kunstobjekte im Auftragsbuch der Lichtexperten. Die Umsetzung erfolgt jeweils mit modernster LED-Technologie. Logisch, dass sich auch das Team den Anforderungen angepasst hat. Neben Elektrikern, Schlossern, Druckern, Lackierern, Schildermalern, Projektmanagern und Kaufleuten ergänzen heute Grafik- und Kommunikationsdesigner, Werbefachleute, Szenografen und IT-Experten die rund 50-köpfige Mannschaft. Aus einem klassischen Handwerksbetrieb ist zwar ein komplexer Lichtdesign-Dienstleister geworden, die Qualität, die Präzision und der partnerschaftliche Kundenkontakt sind allerdings noch genauso persönlich wie vor fast 100 Jahren.

Heute: Moderne LEDs an einer Konzernzentrale
Heute: Moderne LEDs an einer Konzernzentrale
Die Firmenzentrale in Norderstedt
Die Firmenzentrale in Norderstedt

Trotzdem wollen sich beide Senioren jetzt aus dem operativen Geschäft zurückziehen und den Unruhestand genießen. Statt technischer Herausforderungen und Kundenbetreuung stehen künftig mehr Basteln an alten Autos, Segeltörns und gesellige Freizeit auf dem Programm.

Viktor Keppler
Viktor Keppler
Gerd Schreib
Gerd Schreib

Die gesamte Belegschaft von Schreib+Keppler wünscht ihnen dafür viel Gesundheit, Freude und alles erdenklich Gute!

Wie man den Lichtspezialisten zum Wintergärtner macht – ein Interview mit Ando Grimm

Ando Grimm ist Schwarzwälder, gelernter Industrieelektroniker und hat Kommunikationsdesign mit Schwerpunkt Szenographie studiert. Aktuell illuminiert er für Schreib+Keppler die Wintergärten der HanseMerkur. Im Interview verrät er, warum er dafür brennt, Katalysator zwischen Kundenwunsch und technischer Umsetzung zu sein…

 

BrandLightNews: Seit Sommer 2019 sind Sie bei Schreib+Keppler. Was genau ist Ihr Tätigkeitsbereich?

Ando Grimm: Als Designer für Licht-, Beleuchtungs- und Gestaltungsprojekte bin ich vor allem für die Konzeption und Leitung komplexer Signage- und Signaletikprojekte zuständig. Diese findet man zum Beispiel in Passagen, Shopping-Malls, an den Zentralen größerer Unternehmen sowie an architektonisch besonders anspruchsvollen Gebäuden.

 

BLN: Vor Ihrer Zeit bei Schreib+Keppler haben Sie sowohl praktisch als auch wissenschaftlich im Bereich Beleuchtung, Leuchtenentwicklung und Lichtkonzepte und gearbeitet. Was macht heute die Faszination Ihres Jobs für Sie aus?

AG: Tatsächlich war ich nach meinem Studium und meiner Masterarbeit zunächst am Lehrstuhl für energieeffizientes Bauen und danach in der Produktentwicklung eines Leuchtenherstellers tätig. Jetzt reizt es mich, alle Facetten meiner Expertise als Lichtdesigner und Leuchtenentwickler in die Umsetzung komplexer Beleuchtungskonzepte einzubringen.

 

BLN: Wo sehen Sie persönlich Ihren optimalen Einsatzort bei Schreib+Keppler?

AG: Manchmal tut sich eine Lücke zwischen der Erwartung des Auftraggebers und der technischen Machbarkeit auf. Ich sehe meine Aufgabe darin, Lösungen zu finden, beide Bereiche in Einklang zu bringen und Bindeglied zwischen Kundenwunsch und technischer Umsetzung zu sein. Die grundsätzlich kurzen Abstimmungswege bei Schreib+Keppler spielen mir da zum Glück in die Hände.

 

BLN: Welches Projekt beschäftigt Sie aktuell am meisten?

AG: Zur Zeit bin ich für die Inszenierung der so genannten Wintergärten der HanseMerkur Hauptzentrale verantwortlich. Sie liegen direkt an der Alsterglacis und sind vom Hamburger Dammtor-Bahnhof sowie von der Alster kommend ein echter Blickfang.

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Auch das Firmenlogo stammt aus den Werkstätten von Schreib+Keppler

BLN: Was bedeutet Inszenierung in diesem Fall?

AG: Ziel ist es, die Glasfassaden der Wintergärten lichttechnisch herauszuarbeiten und bei besonderen Anlässen, z.B. beim Blue Port Hamburg, erstrahlen zu lassen. Zudem soll die Illumination den Gebäudekomplex harmonisch verbinden und nachhaltig im Hamburger Stadtbild verankern.

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Bei Dunkelheit zeichnen sich die vier Lichthöfe der so genannten Wintergärten besonders gut ab

BLN: Wo liegen da die Herausforderungen für einen Lichtexperten wie Sie?

AG: Lichtstarke RGB-W-LED-Strahler sollen die Wintergärten so monochrom wie möglich erhellen, ohne dass die Mitarbeiter in den angrenzenden Büros geblendet werden. Insgesamt gibt es vier baulich unterschiedliche Einheiten, die zum Teil in drei verschiedene Abschnitte geteilt sind. Dabei erstrecken sich die einzelnen Glasflächen bis zu 20 Meter hoch über mehrere Etagen. Jeder Bereich muss also ganz individuell geplant und ausgeleuchtet werden.

 

BLN: Wie setzen Sie das technisch um?

AG: Zur Ausleuchtung installieren wir die LED-Strahler auf ein Montagesystem, das für die verschiedenen Bauuntergründe wie Beton, Rigips oder Gitterrosten konzipiert ist. Damit der Kunde einen realistischen Eindruck und eine verlässliche Entscheidungsgrundlage erhält, haben wir zudem zwei Beleuchtungsproben mit verschiedenen Leuchtentypen durchgeführt.

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Gut zu erkennen: die drei verschiedenen Abschnitte sind ganz monochrom ausgeleuchtet

BLN: Damit ist Ihre Aufgabe aber noch nicht erledigt, oder?

AG: Nein, Schreib+Keppler hat den Auftrag zur Koordination der Umsetzung von der Planung bis zu Endabnahme. Hierzu bedarf es der engen Abstimmung mit ganz unterschiedlichen Beteiligten: von der gemeinsamen Ideen- und Entwurfsphase mit dem Kunden über in die Planungs- und Umsetzungsphase mit Gebäudetechnik und Leuchtenhersteller bis zur Inbetriebnahme mit den Installationsbetrieben. Die Anbindung an die Gebäudesteuerung wird beispielsweise durch die Firma Nass realisiert. Die Leuchten wurden von Insta Lighting geliefert.

 

BLN: Das Projekt fiel zum Teil mitten in den Corona-Lockdown. Wie hat sich das auf die Abläufe ausgewirkt?

AG: Auch ohne regelmäßige persönliche Meetings und trotz einiger Lieferverzögerungen, ist es uns dank transparenter Zeitpläne und einem flexiblen und sehr kollegialem Miteinander gelungen, Terminketten zwischen allen Beteiligten bestmöglich einzuhalten. Sofern noch offene Freigaben erfolgen, wird das Projekt im Herbst abgeschlossen. Darauf können wir alle stolz sein.

 

Projektdaten im Überblick

Projekt:

Zentrale der HanseMerkur – Inszenierung der Wintergärten

Besonderheiten:

Lichtstarke RGB-W-Led Strahler sollen die Wintergärten mit einer maximalen Gebäudehöhe von ca. 20 Metern möglichst monochrom erhellen. Projektabwicklung zu Zeiten von COVID-19

Auftraggeber:

HanseMerkur Hauptzentrale, Hamburg

Ansprechpartner HanseMerkur:

Jan Biallas, Manager strategische & operative Markenentwicklung

Weitere Partner:

Leuchten: Insta Lighting

Steuerung: Elektro- und Gebäudeinstallation Siegfried Nass, Hamburg

Projektmanagement & Montage:

Schreib+Keppler GmbH & Co. KG, Hamburg

 

 

 

 

 

 

 

Mit Sicherheit gut – Infektionsschutzscheiben halten die Wirtschaft auf Kurs

Covid-19 hat unzählige Premieren und Produktentwicklungen ausgelöst. Als plötzlich Infektionsschutzscheiben benötigt wurden, wandten sich viele Kunden hilfesuchend an Schreib+Keppler…

Als erstes wurde der Bedarf im Lebensmitteleinzelhandel und in der Gastronomie sichtbar. Eine mit 120 Filialen deutschlandweit vertretene Back- und Bistro-Kette wollte auch im Lockdown für seine Kunden da sein. Damit zumindest einige Shops öffnen konnten, fragte das Franchiseunternehmen, das schon seit Jahren mit Schreib+Keppler in Sachen werblicher Außendarstellung und Shopgestaltung zusammenarbeitet, Ende März die ersten Infektionsschutzscheiben an. Da jeder Store etwas anders aufgebaut ist, entwickelte und produzierte das Team aus Norderstedt quasi über Nacht zunächst individuelle Schutzscheiben aus Polycarbonat für die Kassen- und Ausgabezonen. Bereits zwei Tage nach Auftragseingang konnten die ersten Scheiben verschickt werden. Das Produkt überzeugte so, dass Schreib+Keppler in der Folge ein Standard-Set bestehend aus drei Schutzscheiben sowie Füßen mit Saugnäpfen für den Kunden konzipierte. Dieses Set ist so angelegt, dass jeder Mitarbeiter vor Ort es ganz einfach selber aufbauen kann. So wurden sukzessive alle Filialen in Deutschland mit Infektionsschutzscheiben ausgestattet.

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Kaum zu sehen, leicht aufzubauen und schützend – so sollen Infektionsschutzscheiben sein

Safety first am Hamburg Airport

Auch der Hamburger Flughafen wollte sich frühzeitig für seine Passagiere wieder in Position bringen. Anfang April fragte das Terminal-Management Schutzscheiben für die Begegnungszonen Check-in, Gepäckaufgabe und Boarding Gates an. Hier setzte sich das Entwicklungsteam ebenfalls zusammen und konzipierte ein Standardset sowie einige Sonderlösungen für Spezialbereiche. Die ersten Schutzscheiben waren bereits Ende April installiert. Rund 300 Scheiben wurden mittlerweile an den Flughafen ausgeliefert. Damit ist der Hamburg Airport auch unter Coronabedingungen ready for take-off.

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An den Gates des Flughafens mussten Sonderlösungen für einen Rundumschutz entwickelt werden

Willkommen zurück im Büro

Nach den ganz eiligen Projekten aus Einzelhandel, Praxen, Transportwesen und öffentlichen Einrichtungen meldeten sich bald auch Unternehmen, die ihre Mitarbeiter aus dem Homeoffice wieder ins Büro holen wollten. Um das Arbeiten in Großraumbüros zu ermöglichen, mussten auch hier Schutzscheiben her. So zum Beispiel bei einem Hamburger Großunternehmen mit Sitz in der Hafencity. Hier arbeiten die Kollegen an Vierertischen, deren Arbeitsplätze nur durch ca. 20 cm hohe Sichtblenden wie Kuchenstücke voneinander abgetrennt sind. Der langjährige Kunde wünschte sich eine standardisierbare und sichere Lösung, die für Schreibtischinseln von zwei bis vier Personen anpassbar sein sollte. Gemeinsam mit Schreib+Keppler entwickelte man ein Stecksystem aus 5 mm starkem, klaren Acrylglas mit polierten Kanten, das mittels eines U-Profils auf den bestehenden Trennelementen befestigt werden kann. In der Mitte der Scheiben sorgt ein Kreuz aus pulverbeschichtetem Edelstahl für guten Stand und sichere Abdichtung. Für die Produktion der rund 600 Einheiten blieben den Norderstedtern gerade mal drei Wochen, denn Mitte August sollten die Kollegen alle wieder einen sicheren Arbeitsplatz im Büro haben.

So oder ähnlich verliefen die Projekte diverser weiterer Kunden. Allen gemeinsam ist der Wunsch nach einem flexiblen, leicht zu installierenden System, das Sicherheit und Schutz mit Ästhetik und Funktionalität verbindet. Nicht zuletzt eint aber alle die Hoffnung, bald auch wieder ohne Schutzscheiben arbeiten zu können.

 

Projektdaten im Überblick

Projekt:

Entwicklung und Produktion individueller Infektionsschutzscheiben für unterschiedlichste Einsatzbereiche

Besonderheiten:

Entwicklung eines Neuprodukts, das individuell an die Kundenbedürfnisse angepasst und durch den Kunden selbst aufgebaut werden kann

Auftraggeber u.a.:

Flughafen Hamburg GmbH, Hamburg

Entwicklung, Produktion & Montagevorbereitung:

Schreib+Keppler GmbH & Co. KG, Hamburg

 

Achtung bei der Abfahrt – großer Bahnhof für nachhaltige Imagewerbung

Der Dammtorbahnhof ist der drittgrößte in Hamburg und hat rund 55.000 Reisende am Tag. Sie alle sind täglich buchstäblich zwischen zwei Versicherungen hin- und hergerissen…

 

Das Projekt/Die Kunden:

Nach dem Relaunch ihres Firmenlogos in 2018 muss die HanseMerkur Versicherung ihren Außenauftritt sukzessive erneuern. Unter den diversen Elementen befindet sich auch die aufmerksamkeitsstarke Lichtwerbeanlage über den Gleisen des Dammtorbahnhofs. Zeitgleich ist direkt gegenüber am anderen Ende des Gebäudes die Lichtwerbeanlage der Signal Iduna in die Jahre gekommen. Veraltete Technik sowie verschmutzte Buchstaben verlangen nach einer Modernisierung.

 

Die Aufgaben:

Die Wortbildmarke der HanseMerkur, bestehend aus dem Firmennamen sowie drei stilisierten Personen, die sich die Hand reichen, muss komplett neu in CI-Farben gefertigt und auf der vorhandenen Konsole der Altanlage montiert werden. Den Schriftzug der Signal Iduna gilt es technisch komplett zu entkernen, zu reinigen und neu zu beleuchten. Die Montage beider Werbeelemente muss zudem bei laufendem Bahnverkehr direkt über den Gleisen erfolgen. Ein aufwändiges behördliches Genehmigungsverfahren gehört genauso zum Auftragsumfang wie die komplette Bauleitung.

 

Die Lösung:

Aufgrund der langjährigen guten Zusammenarbeit erhielt Schreib+Keppler den Auftrag zur Komplettabwicklung des Projekts HanseMerkur im November 2018. Von Anfang an war ein umfängliches behördliches Beantragungs- und Abstimmungsverfahren u.a. mit der Deutschen Bahn notwendig, das gemeinsam mit dem Ingenieurbüro hkc durchgeführt wurde. Hier galt es u.a. Zeitpläne, Abläufe sowie Sicherheitskonzepte zu koordinieren.

Auch die Planungs- und Entwicklungsarbeiten präsentierten sich komplex. Da an der vorhandenen Stahlgitterkonstruktion der Glasfront nicht gebohrt werden darf, entwickelten die Techniker eine neue Konstruktion für den Unterbau. Diese wurde präzise an die Befestigungskonsole der 2001 ebenfalls von Viktor Keppler geplante Vorgängeranlage angepasst.

Die bis zu 1,20m hohen Aluminiumvollrelief Buchstabenkörper sind frontseitig aus Makrolon B1 gefertigt und mit einer grünen Spezialfolie kaschiert. Diese wurde speziell in der Hausfarbe der HanseMerkur als so genanntes Colormatch hergestellt. Die LED Technik für den über zehn Meter langen Schriftzug kommt von General Electric mit entsprechendem B1 Zulassungszertifikat. Die 2,80m hohe Bildmarke ist analog aufgebaut.

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Um die CI-Farbe perfekt zu treffen, ist die Wort-Bild-Marke in Color-match Spezialfolie kaschiert

Bei der Planung und Begehung für das Projekt der HanseMerkur fiel den Kollegen der modernisierungswürdige Zustand der Signal Iduna Anlage auf. Spontan sprach man bei der zuständigen Stelle vor, erstellte ein Angebot und hatte binnen einer Woche den entsprechenden Auftrag auf dem Tisch.

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Ohne perfekte Planung, kein perfektes Ergebnis: Am Computer entsteht das Layout für das neue Profil

In der Folge entfernten die Lichttechniker bei der ca. 20 Jahre alten Anlage die Neon Hochspannungsleuchten inklusive Transformatoren sowie die Leitungen und entsorgten alle Teile fachgerecht. Die insgesamt mehr als 15m lange, 0,22m tiefe und bis zu 1,87m hohe Wortbildmarke wurde ebenfalls mit modernster LED Technik von General Electric ausgestattet. Die frontseitigen Spiegel aus Makrolon sind mit einer Black and White Folie von 3M kaschiert. Der Effekt dieser Maßnahmen ist eine Energieersparnis von bis zu 90 Prozent.

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Farbe und Helligkeit müssen zu jeder Tageszeit passen

Beide Anlagen werden mittels eines Astro-Dimmers gesteuert, der auch mobil per App geregelt werden kann. Wegen der besonderen Lichtverhältnisse im Bahnhof, lassen die Profis von Schreib+Keppler die Elemente bei Tageslicht mit 100 Prozent erstrahlen. Bei Einsetzen der Dämmerung werden die Schriftzüge bis zur völligen Dunkelheit sukzessive auf 70 Prozent heruntergedimmt, um eine optimale Nachtwirkung zu erzielen.

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Alle Leuchtelemente sind mit modernster LED- Technik von General Electric ausgestattet

Vor der Montage der Anlagen wurden die Glasfassaden komplett gereinigt, teilweise unter Einsatz von Fassadenkletterern. Die Montage musste jeweils tagsüber bei laufendem Bahnverkehr direkt über den Gleisen erfolgen. Um Synergien zu nutzen und Zeit zu sparen, setzte Schreib+Keppler das dazu benötigte Gerüst zunächst auf der einen und dann auf der anderen Seite des Bahnhofs ein. Auch die Genehmigungsverfahren erfuhren durch das Doppelpack eine erfreuliche Beschleunigung.

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Die Montage bei laufendem Zugverkehr ist nichts für schwache Nerven

Seit Herbst 2019 sind beide Schriftzüge in Betrieb und ein täglicher Blickfang über alle Gleise hinweg. Die mit Loc-Tide gesicherten Befestigungsschrauben werden ihren Dienst mindestens bis zur nächsten Renovierung verlässlich verrichten. Mindestens ebenso lang soll auch die von Schreib+Keppler angebrachte Taubenabwehr die Elemente strahlend sauber halten. Überzeugen Sie sich doch mal selbst bei der nächsten Durchreise…

 

Projektdaten im Überblick

Projekt:

Erneuerung der Versicherungslogos HanseMerkur und Signal Iduna über den Gleisen des Dammtorbahnhofs Hamburg

Besonderheiten:

Montage an der Glasfassade über laufendem Bahnverkehr; aufwändiges behördliches Genehmigungsverfahren

Auftraggeber:

HanseMerkur Krankenversicherung auf Gegenseitigkeit

Signal Iduna Gruppe

Realisierung:

Schreib+Keppler GmbH & Co. KG, Hamburg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Flieder lockt nicht nur die Bienen–Wegweisendes aus der Welt der Centerbeschilderung

Ein gutes Wegeleitsystem muss inhaltlich schlüssig geplant, optisch einfach zu erschließen und strategisch gut positioniert sein. Noch besser ist es allerdings, wenn es gleichzeitig so richtig stylisch ist…

 

Das Projekt:

Auf der Fläche eines ehemaligen Hertie-Kaufhauses in der Stader Innenstadt hat der Immobilienentwickler Matrix mit einer Investitionssumme von mehr als 30 Mio. Euro das Einkaufszentrum Neuer Pferdemarkt errichtet. Die 13.500 qm Bruttogeschossfläche bieten auf drei Ebenen aktuell 13 Läden Platz, darunter TK MAXX, Rewe City, Deichmann, New Yorker, Hunkemöller, Budnikowsky und die HypoVereinsbank. Die Bauzeit für das Projekt betrug 25 Monate inklusive Abrissarbeiten.

 

Die Aufgabe:

Um die Verweildauer im Zentrum zu erhöhen und ein ansprechendes Ambiente für die Besucher zu schaffen, setzt das Architekturbüro Heine beim Center-Innendesign auf aufmerksamkeitsstarkes und stylisches Dekor, das mit seinen Kreiselementen und reizvollen farblichen Kontrasten an das Design von Sir Terence Conran erinnert. An diesen Designelementen sollte sich auch das Wegeleitsystem orientieren.

 

 

Die Lösung:

Zur eindeutigen Orientierung im mehrstöckigen Center wurde das Wegeleitsystem nach einem etagenbezogenen Farbcode angelegt. Die entsprechenden Schilder fertigte Schreib+Keppler aus gelasertem Acryglas. Per Folie brachten die Schilderexperten das prägnante Kreismotiv auf. Zur optisch perfekten Integration der Schilder in das Centerambiente entwickelte und verklebte S+K zudem eine spezielle Designtapete in edlen Grautönen, die ebenfalls gekonnt mit dem Kreismotiv spielt. Zwei Stehlen mit Lageplänen komplettieren das schlüssige System.

Einen ganz besonderen Farbakzent setzt die zentrale Treppe. Ihre über mehrere Etagen gehende Brüstung aus 10 Millimeter dickem Stahl lackierte S+K in einem auffälligen Fliederton, der einen kräftigen Kontrast zu den grauen Elementen schafft. Die Grundierung und zwei Farbanstriche wurden mithilfe eines „mitwachsenden“ Gerüsts gegen Ende der Bauzeit in kürzester Zeit aufgetragen. Pünktlich zur Eröffnung Ende März 2018 konnten die neugierigen Besucher die fliederfarbene Treppe stürmen und das attraktive Design des Zentrums in Augenschein nehmen. Seitdem ist der Neue Pferdemarkt DIE Shopping-Meile und DER attraktive Treffpunkt der Region.

 

Unterschiedlich große Kreiselemente und ein Etagen-Farbschema sorgen für Übersicht

Unterschiedlich große Kreiselemente und ein Etagen-Farbschema sorgen für Übersicht

Die gelaserten Acrylglasschider sind mit Folie beklebt und passen sich in das Design ein

Die gelaserten Acrylglasschider sind mit Folie beklebt und passen sich in das Design ein

Orientierungsstehlen greifen das Farbschema ebenfalls auf und zeigen die einzelnen Stockwerke

Orientierungsstehlen greifen das Farbschema ebenfalls auf und zeigen die einzelnen Stockwerke

 

 

 

Projektdaten im Überblick  

Projekt: Wegeleitsystem Einkaufszentrum Neuer Pferdemarkt, Stade

Besonderheiten: Umsetzung in attraktivem Design, inklusive Dekortapete, Stehlen und großflächig farbiger Treppenbrüstung

Auftraggeber:  Baresel GmbH, Leinfelden-Echterdingen

Objektplanung/Architekten: Heine Projekt GmbH, Hamburg

Realisierung: Schreib+Keppler GmbH & Co. KG, Hamburg

Wer rastet der rostet – Frischzellenkur für ein Designhotel in Hamburg

Wenn sich ein Fünf-Sterne-Superior-Designhotel neu erfindet, sind Experten gefragt. Vor allem, wenn die schöne Form funktionale Realität werden soll…

 

Das Projekt:

Als das SIDE Hotel 2001 eröffnete, war es Hamburgs erstes Designhotel. 16 Jahre später beschlossen die Eigentümer ein umfangreiches Refresh. Während eines dreimonatigen Umbaus Anfang 2018 gestaltete der Mailänder Architekt Matteo Thun, der schon für das ursprüngliche Innendesign verantwortlich war, das SIDE Hotel neu. Nach dem Motto „Refresh the look, but keep the style“ wurden die 178 Zimmer und Suiten des Fünf-Sterne-Superior-Hauses modernisiert und dabei wärmer und gemütlicher eingerichtet. Um das Refresh zu komplettieren, wurde auch das Hotel-Logo überarbeitet

 

Die Aufgabe:

Das Rebranding sollte sich gleich im Eingang des Hotels wiederfinden. Der Plan sah vor, das neue Logo, das die vier Buchstaben SIDE zu einem Kreuz auffächert, nahezu frei schwebend als Leuchtobjekt mitten über der Eingangstür zu installieren. Die Schwierigkeit dabei: Das mehr als 1,7 mal 1,7 Meter große Logo kann nur an jeweils einem kleinen Punkt an Wand und Decke befestigt werden. Zu sätzlich wünschten sich die Bauherren eine Anpassung der Zimmernummernbeleuchtung sowie der Deckenleuchten an die neue, wärmere Design-Ausrichtung

 

 

Die Lösung:

Um Design und Technik charmant zu kombinieren, entwickelte Schreib+Keppler ein filigran wirkendes Leuchtlogo, das sich nicht nur durch seinen Aufbau, sondern auch durch seine Aufhängung auszeichnet. Der Rahmen besteht aus 10mm starkem, ausgefrästem Aluminium, das mit Vollacryl belegt ist. Eingelassene LEDs leuchten in der Tiefe und zur Seite weiß (4000 K). Die Front- und Rückseite der Konstruktion belegten die Lichtwerbeexperten mit poliertem Messing, wodurch sich eine edle goldene Anmutung ergibt.

Um das relativ große und instabile Logo angemessen zu befestigen, wurden an den Rändern zur Aufhängung jeweils Flanschplatten als Trägerkonstruktion angebracht. Diese wurden in der abgehängten Decke sowie im Stahlbeton hinter der Natursteinfassade der Wand verankert. Auch die Stromversorgung erfolgt über diese Verbindung. Das Ergebnis ist ein zentral über dem Entree befestigtes Leuchtlogo, das Hotelgäste sowohl durch seine edelfiligrane Tag-, als auch seine warmanheimelnde Nachtwirkung herzlich willkommen heißt und als Visitenkarte des Hauses nicht mehr wegzudenken ist.

Noch mehr Design mit Licht:

Als weitere Designelemente mit Licht entwickelte Schreib+Keppler ein neues Hinterleuchtsystem für die Zimmernummern-Schilder. Dazu wurde weißes, 10mm starkes Acryl ausgefräst und mit LEDs ausgelegt. Das flach verbaubare Acryl sorgt hinter den Nummernschildern mit warm-weiß leuchtendem Flächenlicht für gute Orientierung ohne die Behaglichkeit zu beeinträchtigen. Zudem statteten die Lichtexperten die Suiten mit neuen Deckenleuchten aus. Sie tauschten die bisherigen Spanntücher gegen neue Deckensegel aus und ersetzten die bisherigen Leuchtstoffröhren durch wärmeres LED-Licht. Anfang April wurde das renovierte SIDE Hotel neu eröffnet und ist mit seinem modernen, aber deutlich behaglicherem Ambiente wieder eine feste Größe im hart umkämpften Hamburger Luxus-Hotelmarkt.

Neue und warme Farben dominieren die öffentlichen Bereiche.

Neue und warme Farben dominieren die öffentlichen Bereiche.

 

Die Seiten der Buchstaben leuchten weiß (4000 K) und erzielen damit eine gute Tages- und Nachtwirkung

Die Seiten der Buchstaben leuchten weiß (4000 K) und erzielen damit eine gute Tages- und Nachtwirkung

 

Die Aufhängung wurde sowohl in der abgehängten Decke als auch hinter der Natursteinwand sicher verankert

Die Aufhängung wurde sowohl in der abgehängten Decke als auch hinter der Natursteinwand sicher verankert

 

Neue und warme Farben dominieren die öffentlichen Bereiche

Neue und warme Farben dominieren die öffentlichen Bereiche

 

Die Zimmernummern sind jetzt als homogenes Flächenlicht gestaltet

Die Zimmernummern sind jetzt als homogenes Flächenlicht gestaltet

 

Zimmer und Suiten des SIDE haben durch die Modernisierung an Wärme und Gemütlichkeit gewonnen.

Die insgesamt 178 Zimmer und Suiten des SIDE haben durch die Modernisierung an Wärme und Gemütlichkeit gewonnen.

Projektdaten im Überblick  

Projekt:Filigrane Logo-Leuchte für das Hotel-Entree, Deckenleuchten in Suiten und Zimmernummernbeleuchtung bei 178 Zimmern. www.side-hamburg.de

Besonderheiten: Das 1,7m x 1,7m große Objekt kann nur an zwei kleinen Punkten an Wand und Decke befestigt werden

Auftraggeber:  Gerlach Wohnungsbau AG, Hamburg

Architekten: Matteo Thun, Mailand

Realisierung:  Schreib+Keppler GmbH & Co. KG, Hamburg

Starburst – wie eine optische Explosion Emotionen freisetzt

Sind Kaufhäuser endgültig aus der Mode gekommen? Der Kaufhof-Flagshipstore an der Düsseldorfer Königsallee setzt dieser These einiges entgehen und dafür unter anderem auf ausgeklügelte Licht-Installationen…

 

Das Projekt:

Der kanadische Eigentümer von Galeria Kaufhof, die Hudson’s Bay Company (HBC), hat viel in den umfangreichen Umbau des Stores am europaweit bekannten Luxus-Boulevard investiert. Auf fünf Etagen erwartet die Kunden ein umfassendes Sortiment von rund 1.300 Herstellermarken, darunter zahlreiche Edellabels.

 

Die Aufgabe:

Die Idee des HBC-Design-Teams der Konzernmutter HBC in Zusammen arbeit mit dem Lichtplaner Hauke Giesecke (Team Licht) sah vor, die Oktalite-Einbauleuchten in eine besondere Aufbau-Konstruktion zu integrieren. Die Lichtleisten sollen sich in dreidimensionaler Optik strahlenförmig an der Decke über dem Kosmetikbereich ausbreiten und die Anmutung einer Explosion erzeugen.

 

Die Lösung:

Gemeinsam mit Team-Licht fand S+K die Lösung für eine Träger-Konstruktion, die die Anforderungen an Optik und Technik bestmöglich kombiniert. Schnell fand
sich auch ein griffiger Name für diese besondere Installation, die alle Beteiligten bis heute „Starburst“ nennen. Als Rahmen für die Strahlen wurden Alukästen in unterschiedlichen Längen und Tiefen (150 mm bis 300 mm) gefertigt und unter die Decke geschraubt. In diese Profile wurden dann Oktalite-LED-Einsätze integriert.Besonderer Clou der Strahlenkästen sind die unterschiedlich verblendeten Seiten. Während die eine Seite mattschwarz ist, reflektiert die andere das Licht durch ihre spiegelblanke Edelstahlverblendung. Die strahlenförmige, dreidimensionale Explosionsanmutung des Starbursts schafft heute eine sehr luxuriöse Shoppingatmosphäre, die den Erwerb hochwertiger Kosmetikprodukte und edler Düfte zu einem echten Erlebnis macht.

 

Schreib+Keppler inszeniert Ihren Markenauftritt mit Lichtwerbung, Schildern, Digital Signage, Werbetürmen

 

Schreib+Keppler inszeniert Ihren Markenauftritt mit Lichtwerbung, Schildern, Digital Signage, Werbetürmen

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Projektdaten im Überblick  

Projekt: Galeria-Kaufhof-Flagshipstores an der Düsseldorfer Königsallee

Besonderheiten: Dreidimensionale Lichtleisten unter der Decke sollen den Eindruck einer Explosion vermitteln

Architekten: Galeria Kaufhof GmbH, Köln

Objektplanung: Team Licht Lichtplanung,Hauke Giesecke, Hamburg

Realisierung: Oktalite Lichttechnik GmbH, Köln und Schreib+Keppler GmbH & Co. KG, Hamburg