Energieeinsparverordnung 2022 – warum ein LichtWART-Modul jetzt noch mehr Sinn macht

Digitale Überwachungs- und Steuerungsoptionen von Lichtwerbe- und Beleuchtungsanlagen sind schon länger im Gespräch. Doch explodierende Energiekosten sowie die aktuelle Energieeinsparverordnung rücken intelligente Module wie den LichtWART jetzt noch mehr in den Fokus.

Der LichtWART ist die Antwort der Industrie 4.0 auf diverse Herausforderungen der heutigen Zeit. Er ermöglicht nicht nur den smarten, nachhaltigen und effizienten Betrieb von Licht(werbe)anlagen. Er regelt auch die schnellstmögliche Störungsbehebung. Dabei kann das leicht installierbare Modul sowohl bei Neuanlagen eingesetzt als auch im Bestand nachgerüstet werden.

So funktioniert es:

Digital werden die Betriebszustände (z.B. Umgebungshelligkeit, Zustand der Converter oder LED-Licht) gesammelt und per DALI-Schnittstelle über eine Telekom-SIM-Karte in die Cloud gesendet. Dort werden sie so aufbereitet, dass Betriebszustände und eventuelle Fehlermeldungen auf einen Blick am Smartphone, Desktop oder Tablet erkennbar sind. Über den Browser kann man zudem jederzeit aktuelle Daten abrufen und die Anlage im Detail steuern. Mit der dynamischen Lichtsteuerung kommt dann die Nachhaltigkeit ins Spiel. Die Steuerung sorgt dafür, dass nur so viel Licht abgegeben wird, wie es die Umgebungshelligkeit erfordert. Eine Zeitschaltuhr mit Kalenderfunktion regelt darüber hinaus die Leuchtdauer. Sollte sich an diesen Anforderungen etwas verändern, können sie jederzeit remote, also über die Cloud, angepasst werden.

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Der LichtWART besteht aus Hardware-Modul, Lichtsensor, Antenne, SIM-Karte sowie M2M-Konnektivität. Die Sensordaten sendet das Funkmodul an die Open Telekom Cloud, wo die Daten auch gespeichert werden. Die Anwender steuern das System über den Browser an PC, Smartphone oder Tablet

 

Das bringt es:

Die aktuell im Rahmen der Energieeinsparverordnung vorgebeben Schaltzeiten können jederzeit ganz bequem online angepasst werden – auch vom heimischen Sofa aus. Ein Ortstermin ist dafür nicht erforderlich. Außerdem senken die lückenlose Überwachungs- und Steuerungsmöglichkeiten nicht nur die Strom- und Prozesskosten, auch die Lichtimissionen reduzieren sich – eine immer wichtigere Voraussetzung für Baugenehmigungen. Gleichzeitig werden Ausfallzeiten minimiert, was möglichen Imageschäden vorbeugt. Sobald eine Anlage nur unvollständig leuchtet, kann diese umgehend komplett oder in Teilen abgeschaltet werden, um negative Eindrücke zu vermeiden. Zusätzlich gibt die kontinuierliche Protokollierung aller Betriebszustände Sicherheit im Hinblick auf Wartungsintervalle und Gewährleistung.

 

So profitieren die Kunden:

Im Sommer 2021 rüstete Schreib+Keppler die beleuchtete Wortbildmarke der HanseMerkur im Hamburger Dammtorbahnhof mit einem LichtWART nach. Diese Anlage, die direkt über den Gleisen montiert ist, profitiert gleich mehrfach von der Nachrüstung. Zum einen können mögliche Ausfälle und damit unangenehme Imagefolgen an dieser exponierten Lage sofort erkannt und unangenehme Folgen durch komplettes oder partielles Abschalten vermieden werden. Zum anderen führt die dynamische Lichtsteuerung und die damit verbundene optimierte Anpassung an die aktuellen Lichtverhältnisse zu einer deutlichen Stromersparnis von rund 35 Prozent. Dass die Schaltzeiten der Anlage sich nun auch ganz leicht an die aktuellen Erfordernisse anpassen lassen, versteht sich dabei von selbst.

 

Das Modul im Überblick:  

Hersteller:

LichtWART GmbH, Spin-off der Bertelmann GmbH, Bünde

Die Produktmerkmale im Überblick:

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Come fly with me – ein filmischer Blick hinter die Montage-Kulissen

Lichtwerbeprojekte in schwindelerregender Höhe sind immer spektakulär. Deshalb wurde die Installation der neuen Leuchtbuchstaben der STEUBER Gruppe in Hamburg Billbrok auch von einem Kamerateam begleitet…

 

Der Kunde/Das Projekt:

Seit 1961 steht das Unternehmen Steuber für Dienstleistungen im Bereich Transporte und Abfallverwertung. Nach dem Zusammenschluss mit dem Abfall-Container-Dienst Seemann & Paul GmbH in 1994 verfügt die STEUBER Gruppe heute über ein breites Leistungsspektrum, das von der Containergestellung über die Abfallzwischenlagerung bis zur Abfallaufbereitung reicht. Mittelpunkt der unternehmerischen Aktivitäten ist die Firmenzentrale in Hamburg Billbrok, zu der auch ein ehemaliges Getreidesilo gehört, das heute als modernes Recycling-Terminal dient.

 

Die Aufgabe:

Die bisherigen Aluminiumblech-Buchstaben auf dem Dach des Recyling Terminals mit offenliegenden Neonsystemen sind in die Jahre gekommen und bedürfen einer gründlichen Modernisierung. Im Zuge dessen soll die bestehende Technik gegen ein Profil mit Acrylglasabdeckungen und innenliegender LED-Ausleuchtung ausgetauscht werden. Dabei muss die Montage von den Außenseiten mithilfe eines großen Hubwagens erfolgen. Erschwert wird das Unterfangen durch bauseitig installierte Mobilfunkantennen sowie die eingeschränkte Zugänglichkeit des Daches.

 

Die Lösung:

Schreib+Kahle hatte die bestehende Anlage bereits Mitte der 1990er Jahre montiert und war daher mit den Gegebenheiten sehr gut vertraut. Nach intensiver Inspektion der Anlage entscheidet sich Schreib+Keppler für den Erhalt der Unterkonstruktion, aber für die komplette Erneuerung der Buchstaben. Die 1,60 bis 1,70 Meter hohen Lettern werden nach präziser Vermessung als Profil 4 gefertigt. Sie bestehen aus einem Alukörper mit einer grünen Facette sowie einer Acrylglasscheibe, die mit grüner Folie beschichtet ist. Gegenüber der Neonkontur, die jeweils nur direkt an den Röhren leuchtete, erfolgt die Ausleuchtung jetzt vollflächig mit LED. Für die Montage in 24 Metern Höhe engagiert das Team einen Hubwagen mit 65 Metern Reichweichte. Nur so kann auch die vom Betriebsgelände abseitig gelegene Dachseite erreicht werden. Parallel zur Montage, die rund eine Woche dauerte, organisiert Steuber die vorübergehende Abschaltung der Mobilfunkantennen und Schreib+Keppler ein Kamerateam, das die Montagearbeiten die ganze Woche hindurch begleitet.

 

Die Unterkonstruktion der bisherigen Buchstaben konnte erhalten bleiben
Die Unterkonstruktion der bisherigen Buchstaben konnte erhalten bleiben
Die alten Buchstaben wurden abgebaut und fachgerecht entsorgt
Die alten Buchstaben wurden abgebaut und fachgerecht entsorgt
Der Alukörper wird mit grün beschichtetem Acrylglas verschlossen
Der Alukörper wird mit grün beschichtetem Acrylglas verschlossen

 

Der Film:

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Projektdaten im Überblick  

Projekt:

Erneuerung der Leuchtbuchstaben am Recycling Terminal der STEUBER Gruppe

 

Auftraggeber:

STEUBER Gruppe

 

Realisierung:

Schreib+Keppler

 

Fit ins neue Jahr – auch Sportclubs halten sich in Form

Wenn Unternehmen den Eigentümer wechseln, wird meist ein Relaunch des CIs fällig. Eine neue Website ist oft schnell gemacht. Aber wie sieht es mit der zeitgleichen Umstellung der Außenwerbung an mehreren unterschiedlichen Standorten aus…? 

 

Der Kunde/Das Projekt:

Anfang 2020 übernahm das britische Sport-, Gesundheits- und Freizeitunternehmen David Lloyd Leisure (DLL) das 1984 in Hamburg gegründete Unternehmen Meridian Spa & Fitness. Davon betroffen waren alle acht Clubs der Gruppe – fünf in Hamburg sowie jeweils einer in Berlin, Kiel und Frankfurt. Unter dem Motto „Fitness erleben wie nie zuvor – Die ultimative Kombi aus Fitness und Spa – alles an einem Ort“ und mit Investitionen von insgesamt gut 20 Millionen Euro soll die Marke David Lloyd Meridian Spa & Fitness als erstklassige Fitness-, Wellness- und Lifestyle Marke weiterentwickelt werden. Der britische Freizeitkonzern betreibt aktuell insgesamt 124 Clubs in Großbritannien, den Niederlanden, Belgien, Frankreich, Italien, Spanien, Irland und Deutschland.

 

Oft musste Größe, Art und Standort der Lichtwerbeanlage mit dem Vermieter, dem Bauamt oder dem Denkmalschutz abgestimmt werden
Nach der Übernahme ändert sich der Name der Clubs in David Lloyd Meridian Spa & Fitness (hier Berlin Spandau)

Nach der Übernahme ändert sich der Name der Clubs in David Lloyd Meridian Spa & Fitness (hier Berlin Spandau)

Oft musste Größe, Art und Standort der Lichtwerbeanlage mit dem Vermieter, dem Bauamt oder dem Denkmalschutz abgestimmt werden

Die Aufgabe:

Nach der Übernahme durch DLL ändert sich der Name der Clubs in David Lloyd Meridian Spa & Fitness. Dadurch ergibt sich auch eine neue Wort-Bild-Marke, die schnellstmöglich in das Erscheinungsbild der deutschen Clubs Einzug halten soll. Neben klassischer Lichtwerbung stehen auch unbeleuchtete Buchstaben, Banner, Fahnen und Acrylglaslogos für die Innenbereiche auf der To-Do-Liste. Dabei hat jeder Standort seine ganz individuellen Herausforderungen, die durch die örtlichen Gegebenheiten sowie durch Vorgaben der Bauämter, des Denkmalschutzes oder der Vermieter geprägt werden.

Die Nachtwirkung der Profil-3-Buchstaben mit LED-Hinterleuchtung
Die Nachtwirkung der Profil-3-Buchstaben mit LED-Hinterleuchtung

Die Lösung:

Da Schreib+Keppler bereits seit 2006 für die Meridian Spa-Gruppe tätig ist und viele der bestehenden Werbeanlagen erst 2018 bzw. 2019 erneuert hatte, entschied sich das hiesige Management im Sommer 2021 für die Fortsetzung der erfolgreichen Zusammenarbeit. In der Folge erstellte das Grafikteam aus Norderstedt diverse Entwürfe und stimmte diese mit dem deutschen sowie dem internationalen Management ab. Gleichzeitig konnte Schreib+Keppler auf die guten bestehenden Kontakte zu Bauämtern, Vermietern sowie zum Denkmalschutz zurückgreifen. Die Anforderungen und Gegebenheiten der einzelnen Standorte waren bekannt. So durften beispielsweise an der Fassade in Hamburg-Eppendorf und Hamburg-Barmbek nur Edelstahlbuchstaben verbaut werden.

Auch in Hamburg Barmbek gab der Denkmalschutz hinterleuchtete Edelstahlprofile vor
Auch in Hamburg Barmbek gab der Denkmalschutz hinterleuchtete Edelstahlprofile vor

Die Montage an sieben Standorten begann im November und wurde im Januar abgeschlossen. Der letzte Standort in Kiel ist noch in Bearbeitung, aber auch auf der Zielgeraden. Während also einige Mitglieder noch intensiv an der Umsetzung ihrer Fitnessvorsätze für 2022 arbeiten, haben die David Lloyd Meridian Spa & Fitness Clubs ihre Hausaufgaben bereits erledigt. Und wie sieht es mit Ihren Vorsätzen aus?

 

Projektdaten im Überblick  

Projekt:

Zeitgleiche Umstellung der Außenwerbung von acht Clubs der David Lloyd Meridian Spa & Fitness Gruppe

 

Besonderheiten:

Individuelle Gegebenheiten an allen Standorten müssen zeitgleich bedient werden

 

Auftraggeber:

Meridian Spa & Fitness GmbH

 

Realisierung:

Schreib+Keppler

 

Dem Himmel so nah – Weltentdecker-Romantik trifft Hightech

Projekt des Monats

Wie wird aus einem historischen Schulplanetarium ein digitales 360°-Virtual-Reality-Kino? Mit außergewöhnlichem Engagement, visionären Sponsoren und cleverer Technik.

Die Grund- und Gemeinschaftsschule (GGS) St. Jürgen in Lübeck verfügte über ein seltenes Kleinod: ein historisches Planetarium, in Lübeck „Sternkammer“ genannt, in der sich die Schülerinnen und Schüler der damaligen Klosterhofschule bereits in den 1930ern projizierte, simulierte Bilder des Lübecker Sternenhimmels auf der Innenfläche einer halbkugelförmigen Kuppel anschauen konnten. Das denkmalgeschützte Kuriosum war immer etwas Besonderes. Aber wäre es nicht noch besser, wenn die aktuelle Schülerschaft die Sternkammer auf dem heutigen Stand der Technik nutzen könnte?

 

Die Vision: Mittels digitaler Projektion sollten hier nicht nur Lerninhalte der Astronomie, sondern auch anderer Naturwissenschaften sowie aus den Bereichen Sach- und Erdkunde bis hin zu Informatik und Kunst lebendig werden. Treiber dieser Idee waren unter anderem Schulleiter Stefan Pabst, Ralph Heinsohn, Produzent und Kurator Immersiver Medien bei den Nordischen Filmtagen Lübeck sowie Dr. Christian Cassebaum, einer der Sponsoren, dessen Großvater Hans den historischen Sternenprojektor damals maßgeblich mit entwickelt hat.

Das historische Planetarium der Grund- und Gemeinschaftsschule St. Jürgen ist ein echtes Kleinod
Das historische Planetarium der Grund- und Gemeinschaftsschule St. Jürgen ist ein echtes Kleinod; Fotos: Michael Schomann, Ralph Heinsohn

Die Herausforderung bestand darin, an ein und demselben Platz sowohl den alten als auch den neuen Projektor zu platzieren. Nur so können beide die halbkugelförmige Kuppel mit exakt projizierten Bildern bespielen. Schreib+Keppler nahm sich der Aufgabe an und entwickelte nach den Vorgaben und dem Design von Ralph Heinsohn eine sanduhrförmige Halterung, die durch eine spezielle Kipptechnik beide Projektionsmöglichkeiten an einer Stelle vereint. Auf der einen Seite einen hochmodernen Beamer, auf der anderen Seite den historischen Projektor. Die knapp 200 kg schwere Metallbau-Apparatur musste mittels diverser zeitaufwändiger Materialtests nicht nur exakt austariert, sondern auch präzise in der Sternkammer verortet werden – und das alles in partnerschaftlicher Kooperation mit dem Denkmalschutz. Parallel dazu ließ die Schule auch die begleitende Licht- und Soundanlage modernisieren.

Die sanduhrförmige Halterung kann durch eine spezielle Kipptechnik beide Projektionsmöglichkeiten, einen modernen Beamer und den historischen Projektor, an einer Stelle vereinen
Video/Fotos: Michael Schomann, Ralph Heinsohn

 

Ende Oktober war es dann soweit: die historische Sternkammer feierte ihre Renaissance unter großer Anteilnahme der Medien. Seitdem können alle Schülerinnen und Schüler von der modernen Projektionstechnik profitieren, ohne, dass das ursprüngliche Denkmal beeinträchtigt wird. Die clevere Sanduhr-Konstruktion ermöglicht es, alte und neue Technik im Wechsel zu nutzen. Jetzt können hier – je nach Bedarf – moderne Lehrfilme gezeigt oder romantische Weltentdecker auf ihre Kosten kommen. Das hätte sicher auch den Großvater von Dr. Christian Cassebaum erfreut, der den ursprünglichen Projektor 1933 erfolgreich beim Patentamt München angemeldet hatte.

 

Die Neueröffnung der Sternkammer hat für viel Aufmerksamkeit und Medieninteresse gesorgt
Die Neueröffnung der Sternkammer hat für viel Aufmerksamkeit und Medieninteresse gesorgt; Fotos: Michael Schomann, Ralph Heinsohn

Projekt:

Entwicklung einer Metallbau-Projektionsaufhängung in Sanduhrform für eine historische Sternenkammer

 

Besonderheiten:

Individuelles Metallbau-Entwicklungsprojekt unter Denkmalschutzauflagen

 

Auftraggeber:

Grund- und Gemeinschaftsschule (GGS) St. Jürgen, Lübeck

 

Idee und Design:

Ralph Heinsohn, Designer, Produzent und Kurator Immersiver Medien

 

Realisierung:

Schreib+Keppler, Hamburg

 

 

 

 

So sehen Sieger aus

Wir gratulieren unserem Projekt-Partner team licht zur wichtigsten Lichtdesign-Auszeichnung in Deutschland.

Eigentlich sind wir für unser hanseatisches Understatement bekannt. Heute freuen wir uns allerdings mal ganz unbescheiden, denn wir waren für die Elektroplanung und die technische Umsetzung des siegreichen Projekts verantwortlich. In der Kategorie „Projekte mit künstlerischem Hintergrund“ konnte sich unser gemeinsames Bauvorhaben Landstromanlage Kiel erfolgreich gegen die Konkurrenz behaupten.Wir haben dieses außergewöhnliche Bauwerk zusammen mit unserem langjährigen Partner team licht, die als Lichtplaner für dieses Projekt verantwortlich zeichnen, im zweiten Halbjahr 2020 realisiert. Dabei hat das Team aus unterschiedlichen Gewerken in wenigen Monaten ein architektonisches Highlight in bester Lage von Kiel erschaffen, wie dieser Film eindrucksvoll dokumentiert. Mehr als 12.000 in die Fassade eingelassene und einzeln ansteuerbare LED verleihen dem Gebäude eine ganz besondere Ästhetik und machen sie zu einem gigantischen Bildschirm mit nahezu unendlichen Darstellungsmöglichkeiten. Das hat offensichtlich auch die Jury überzeugt.

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Der Deutsche Lichtdesign-Preis wird jährlich verliehen, um die zunehmende Bedeutung des Lichtdesigns in der Architektur zu unterstreichen. Er ist die wichtigste Auszeichnung für Lichtplaner im deutschsprachigen Raum. Wir sind sehr stolz, Teil dieses siegreichen Teams zu sein, und danken ganz besonders Haucke Giesecke, Alexandra Vogel und Imke Hamann von team licht sowie unserem Kollegen und Projektleiter Lars Westermann für ihre fantastische Arbeit. Für team licht ist es bereits der dritte Lichtdesign-Preis nach 2013 und 2017. Für uns ist es der erste und er macht richtig Lust auf mehr. Hier geht’s zur Preisverleihung

Trickkiste – Landstrom in seiner attraktivsten Form

An einem äußerst exponierten Kieler Standort – genau an der Schnittstelle von Innenstadt und der bekannten Kiellinie – erwartet Bürger und Touristen ein Highlight der besonderen Art: Eine Landstromanlage für Kreuzfahrtschiffe, wie sie die Welt noch nicht gesehen hat…

Der Kunde/Das Projekt:

Der Kieler Seehafen (Port of Kiel) ist einer der vielseitigsten Häfen im Ostseeraum. Jährlich werden hier rund sieben Millionen Tonnen Fracht umgeschlagen, während knapp zwei Millionen Passagiere von hier aus mit Fähr- oder Kreuzfahrtschiffen in die Ostsee aufbrechen. Um sich zum ökologischsten Hafen Europas zu entwickeln, verpflichtete sich der Port of Kiel unter anderem zum Bau zweier Landstromanlagen. Die zweite und leistungsstärkste sollte 2020 am Ostseekai ans Netz gehen und künftig eine Fähre und ein Kreuzfahrtschiff gleichzeitig emissionsfrei und klimaneutral mit Strom versorgen. Zudem sollte sie auch mit ihrer außergewöhnlichen Architektur und ihrer faszinierende LED-Fassade zur Landmark werden.

 

Die Aufgabe:

Aufgrund des sehr öffentlichkeitswirksamen Standorts waren die architektonischen Anforderungen an die Landstromanlage von Anfang an hoch gesteckt. Sowohl die Ausformung und Oberfläche als auch die Fassadengestaltung standen in besonderem Fokus. Um zudem die Bedeutung der Landstromanlage für den Klimaschutz zu betonen, wünschten sich Bauherr und Architekt, dass die physikalischen Prozesse der Stromgenerierung im Inneren des Gebäudes auch auf der LED-Fassade symbolisch sichtbar werden. Im Klartext bedeutete das: knapp die Hälfte der 720 m² großen Fassadenfläche sollte durch mehr als 12.000 LEDs zu einer Art gigantischem Bildschirm werden.

S+K_PoK_Abend2Wer lieber Videos schaut als liest, kann sich hier die Entstehung als Film ansehen

 

Die Lösung:

Im Juli 2020 konnte sich das Team von Schreib+Keppler die technische Installation der LED-Anlage im Rahmen einer Ausschreibung sichern. Gemeinsam mit BSP Architekten BDA, den Lichtplanern von team licht und der für die Fassade zuständigen Firma Consens Bautechnik hatten die Elektrospezialisten gerade mal drei Monate Zeit für dieses herausfordernde Unterfangen. Masse und Klasse mussten charmant unter einem Dach vereint werden. Um die Wünsche des Bauherrn zu erfüllen, galt es unter anderem 6,5 km Kabel zu verlegen, 486 Steck- und Buchsenverbindungen herzustellen, 24.400 Nieten und 12.200 Montageclips von Hand zu installieren und last but not least 12.200 LEDs zu verbauen, die aus 27 Vorschaltgeräten in drei Montageracks angesteuert werden.

S+K_PoK_Lars+LeuteTeamarbeit: Kurz vor der Fertigstellung bleibt Zeit für ein Erinnerungsfoto

In intensiver Abstimmung mit dem Fassadenbauer wurde das Trägerblech der LEDs passgenau mit der pulverbeschichteten Aluminium Außenhaut des Gebäudes in Übereinstimmung gebracht. Das Ergebnis ist eine in ihrer Art vermutlich einmalige Fassade: Durch ihre dynamisch strukturierte Lochung sowie ihre an Wellen erinnernde Form hat die äußere Hülle einen ganz eigenen Charakter.

S+K_PoK_Fassade2Das Zusammenspiel aus Lochung und Fassadenform ist auch am Tag ein Hingucker

Schon tagsüber setzt sie Glanzpunkte, die sich mit unterschiedlichen Lichtsituationen kontinuierlich ändern. Sobald die in der Fassade verborgenen LEDs dazu geschaltet werden, ergibt sich allerdings noch eine zusätzliche Gestaltungsebene, die zu einer völlig neuen Wahrnehmung bei Dunkelheit führt. Der besondere Charme liegt dabei in der Verborgenheit der LEDs und der daraus resultierenden Überraschung.

S+K_PoK_X-LEDAus der Nähe erkennt man die einzelnen LEDs hinter der Lochfassade

Jede LED ist über eine Software einzeln ansteuerbar, wodurch die Darstellungsmöglichkeiten fast grenzenlos sind. Allerdings war es den Planern wichtig, dass auch Schriften und Bilder dem Betrachter möglichst einen informativen Mehrwert bieten.

S+K_PoK_Fassade8In der Totale wirkt das beleuchtete Gebäude wie ein riesiger Bildschirm

Wer das Glück hat, nahe Kiel zu wohnen oder demnächst einen Besuch dort plant, sollte sich neben den köstlichen Fischbrötchen vor Ort auch den Anblick dieser Anlage nicht entgehen lassen. Als Vorgeschmack empfehlen wir dringend dieses Video. Das Fischbrötchen müsste dann aber vorerst individuell beschafft werden…

 

Projektdaten im Überblick

Projekt:

Technische Ausrüstung der Fassade der Landstromanlage am Ostseekai des Port of Kiel

 

Besonderheiten:

Ausstattung einer in ihrer Art einzigartigen Lochfassade mit 12.200 einzeln ansteuerbaren LEDs

 

Auftraggeber:

Seehafen Kiel GmbH & Co. KG

 

Architekten:

BSP Architekten BDA, Jan O. Schulz, Roland Burwitz

 

Lichtplaner:

team licht, Haucke Giesecke, Alexandra Vogel

 

LEDs:

Trilux

 

Fassadenbau:

Consens Bautechnik

 

Realisierung:

Schreib+Keppler

Trickreich – nachts sind nicht alle Lettern blau

Was haben Köllnflocken mit Biskin, Livio, Palmin oder Mazola gemeinsam? Die Peter Kölln Gmbh als Mutterkonzern. Sie ist nicht nur ein echter Platzhirsch in Elmshorn bei Hamburg, sondern vor allem Produzent deutschlandweit bekannter Marken. Zuletzt machte sie sich sogar im doppelten Wortsinn an ihrer Dachmarke zu schaffen…

Der Kunde/Das Projekt:

Was 1820 mit einer pferdebetriebenen Göpelmühle begann, entwickelte sich zu einem Multibrandunternehmen, das mit 380 Mitarbeiter*innen jährlich knapp 130 Mio. Euro Umsatz erwirtschaftet. Von Anfang an stand der Hafer im Mittelpunkt, und bis heute gehören Köllnflocken zu Deutschlands bekanntesten Markenprodukten. Später kamen weitere Lebensmittel wie Müslis und Cerealien sowie Speiseöle und Pflanzenfette dazu. Um sich auf den ersten Blick deutlich von der hauseigenen Haferflockenmarke zu differenzieren und den Anspruch eines Multibrandunternehmens zu untermauern, wurde das Logo der Dachmarke Peter Kölln zum 200. Jubiläum des Familienunternehmens komplett überarbeitet. Als Folge musste auch die über 50 Jahre alte Lichtwerbeanlage auf dem Dach der Hauptverwaltung ausgetauscht werden.

 

Die Aufgabe:

Weit über Elmshorn sichtbar ist dieser Schriftzug Werbeträger und Imagebote in einem. Das neue Logo ist allerdinge in einem edlen dunkelblau angelegt, das sich im Dunkeln – auch beleuchtet – nur schwer vom Nachthimmel abhebt. Daher musste die neue Lichtwerbeanlage so konzipiert werden, dass sie sowohl CI konform als auch in der Nacht gut erkennbar ist.

 

Die Lösung:

Als langjähriger Lieferant erhielt Schreib+Keppler den Auftrag nach einer Ausschreibung. Um die Dachkonstruktion für die neuen Buchstaben zu ertüchtigen, wurde zunächst die Statik mittels Stahlträger verstärkt. Bei einer Buchstabengröße von 1,64m in dreißig Metern Höhe müssen sowohl die Dach- als auch die Anlagenkonstruktion für dementsprechende Windlasten ausgelegt sein. Daher konzipierten die Lichtexperten die einzelnen Buchstaben im Profil Nummer 4. Die Acrylglasscheiben werden durch eine umlaufende Aluminiumfacette zusammengehalten und mit weißen LED auf 24-Volt-Basis ausgeleuchtet. Die entsprechenden Transformatoren brachte das Team wartungsfreundlich außerhalb der Buchstaben in einem separaten, wettergeschützt liegenden Gehäuse unter.

S+K_Kölln_DachBei einer Buchstabengröße von 1,64m in dreißig Metern Höhe müssen alle Konstruktionen für dementsprechende Windlasten ausgelegt sein

Um die gewünschten Farbwirkungen zu erzielen, ci-konformes dunkelblau am Tag und eine gute Lesbarkeit bei Nacht, schlug Schreib+Keppler vor, die weiße Acrylglasoberfläche mit einer blauen Lochrasterfolie auszurüsten. Der Effekt: tagsüber sind die weißen Aussparungen aus der Distanz für das Auge nicht erkennbar. Der Schriftzug erscheint also blau. In der Nacht dringt allerdings weißes Licht durch das Lochraster und lässt den Schriftzug weiß erstrahlen, was eine gute Lesbarkeit sichert.

S+K_Kölln_Ansicht2Der neue Schriftzug auf dem Firmensitz in Elmshorn ist tagsüber blau
Schreib+Keppler inszeniert Ihren Markenauftritt mit Lichtwerbung, Schildern, Digital Signage, WerbetürmenMit der Beleuchtung wechseln die Buchstaben die Farbe und strahlen weiß

Um trotz des Lochrasters der CI-Farbe bei Tag möglichst nahe zu kommen, legten die Lichtexperten mehrere Alternativmuster vor, auf deren Basis die Projektverantwortlichen die optimale Folie auswählten. Zusätzlich empfahlen sie, die Buchstaben mit einem speziellen Kippmechanismus auszurüsten. Dafür wurden die Buchstabenprofile hinter den einzelnen Elementen über ein Gelenk auf der Grundkonstruktion befestigt. Sollte in Zukunft eine Reinigung oder Wartung der Anlage notwendig sein, können die Buchstaben einfach auf das Dach gekippt und geöffnet werden. Eine (kosten-)aufwändige Wartungsprozedur mit Hubwagen wird dadurch vermieden.

S+K_Kölln_DetailDie blaue Lochrasterfolie sorgt tagsüber für einen blauen Gesamteindruck
S+K_Kölln_BefestigungDer stabile Kippmechanismus erlaubt eine komfortable Wartung

Lediglich zur Montage im August 2020 musste das Team auf einen mobilen 90-Tonnen-Krahn zurückgreifen. Ein in Elmshorn sehr willkommenes Spektakel im ansonsten höhepunktarmen Corona-Sommer 2020…

S+K_Kölln_Kran2Der 90-Tonnen-Kran sorgte bei der Montage für Aufsehen

Projektdaten im Überblick

Projekt:

Erneuerung einer Lichtwerbeanlage am Firmenhauptgebäude

 

Besonderheiten:

Unterschiedliche Tages- und Nachtfarbwirkung

 

Auftraggeber:

Peter Kölln GmbH & Co. KGaA, Elmshorn

 

Realisierung:

Schreib+Keppler, Hamburg

 

Trickfilm – erleben Sie die Entstehung von Hightech hautnah

Wenn ein Bild mehr als 1.000 Worte sagt, dann sagt ein Video ja wohl soviel wie die Summe seiner Bilder. Herzlich willkommen auf dem YouTube Kanal von Schreib+Keppler…

Der aktuelle Stand der Video-Technik bietet Visualisierungsoptionen, die aus einem klassischen Making-of-Beitrag ein multifunktionales Infotainment-Kunstwerk machen. Das begeistert auch das Team von Schreib+Keppler. Daher begann man schon vor einiger Zeit, außergewöhnliche Projekte von der Planung über die Umsetzung bis zur Inbetriebnahme mit einem Kamerateam zu begleiten. Die Ergebnisse können sich sehen lassen. Und das nicht nur auf der Unternehmens-Website, sondern ab sofort auch auf dem firmeneigenen YouTube Kanal.

S+K_YouTube_GeräteDer YouTube-Kanal von Schreib+Keppler ist ab sofort über alle Onlinemedien verfügbar, klicken Sie einfach auf dieses Foto

Schauen Sie doch mal rein und erleben Sie faszinierende Einblicke in die Arbeit des Schreib+Keppler-Teams sowie in die Technik der Gegenwart. Steigen Sie dem SPIEGEL Verlag auf’s Dach und riskieren Sie einen Blick in das Innenleben großer Buchstabenprofile. Lassen Sie sich von der gigantischen LED-Konstruktion der Vodafone Zentrale in Düsseldorf flashen oder entdecken Sie das Geheimnis der futuristischen Landstromanlage im Seehafen Kiel. Viel Spaß beim Staunen – und gerne auch beim Abonnieren! Und hier geht’s zum Kanal...

Gerd Schreib und Viktor Keppler – hanseatische Problemlöser mit dem Hang zu besonderen Lichtprojekten

Jahrzehnte lang prägten die Senior-Chefs Gerd Schreib und Viktor Keppler die Kultur ihrer Unternehmen. Die Branche hat sich in dieser Zeit so rasant verändert wie ihre Technik. Doch mit Know-how, Energie und Charakter führten sie die traditionellen Stärken der Familienunternehmen erfolgreich in die vierte Generation.

Zwei Generationen, ein Team: Phlipp und Viktor Keppler sowie Gerd und Andreas Schreib (v.l.)
Zwei Generationen, ein Team: Phlipp und Viktor Keppler sowie Gerd und Andreas Schreib (v.l.)

Als die Gründerväter vor fast 100 Jahren ihre Geschäfte eröffneten – die drei Keppler-Brüder zunächst in Berlin und Franz Schreib in Hamburg – war schnell klar, dass beide Unternehmen mit ihren Produkten immer den Finger am Puls der Zeit haben würden. Was mit beleuchteten Schildern begann, entwickelte sich mit rasender Geschwindigkeit weiter. Anfang der 70er Jahre übernahm Viktor Keppler das Unternehmen seines Vaters, das mittlerweile nach Hamburg gezogen war. Der junge Elektromeister liebte schon damals die technische Herausforderung. Kein Projekt war ihm zu kompliziert, und er verdiente sich schnell den Ruf eines begnadeten Tüftlers. Leuchtstofflampen sowie Leuchtkästen und beleuchtete Buchstaben waren das Maß aller Dinge, an dem sich auch die Brüder Gerd und Rainer Schreib messen lassen mussten, nachdem sie den Betrieb ihres Großvaters übernahmen. Die Kunden lernten Gerd Schreib als klassischen hanseatischen Kaufmann kennen und schätzen, und mit seinem ausgezeichneten Vertriebsgespür baute er das Unternehmen Stück für Stück weiter aus.

 

Der erste Keppler-Laden in Berlin
Der erste Keppler-Laden in Berlin
Heute wieder stylisch: der erste Fuhrpark
Heute wieder stylisch: der erste Fuhrpark

Die goldenen Jahre

Mit den Unternehmen wuchs auch das Produktangebot: beleuchtete Pylone, Fahnen, Fahrzeugbeschriftungen ergänzten das Standardsortiment ebenso wie Messestände, ausgeklügelte Wegeleitsysteme und überdimensional große Werbemasten. So aufgestellt hatten sich die Familienunternehmen Schreib+Kahle sowie Keppler+Schultz Ende der 1990er zu den führenden Lichtwerbe-Experten Hamburgs entwickelt. Während sich Schreib+Kahle in dieser Zeit u.a. einen Namen als Beleuchter von Einkaufszentren machte, hatte Keppler+Schultz mit dem Kollegen Karl-Heinz Buske die Aus- und Umrüstung von Tankstellen perfektioniert. Und auch darüber hinaus las sich schon damals die Kundenliste beider Unternehmen wie das Who-is-Who der (Hamburger) Wirtschaft. Ob Banken, Handelsketten, Projektentwickler, Industrieunternehmen, Gastronomiebetriebe oder Theater: alle setzten auf die hohe Qualität und die zukunftsweisende Technik aus einem der beiden Betriebe. Gerne erinnern sich die Senior-Chefs an die Zeiten, zu denen Jungfernstieg und Mönckebergstraße fast komplett durch ihre Unternehmen beleuchtet waren.

Damals: Lichtwerbe-Ikonen in der City
Damals: Lichtwerbe-Ikonen in der City
Namhafte Kunden zieren das Portfolio
Namhafte Kunden zieren das Portfolio

Fusion macht stark

Doch der Markt veränderte sich. Wer erfolgreich bleiben wollte, musste wachsen und sich breiter aufstellen, um sowohl überregional arbeitende Handelsketten als auch Multiplikatoren wie Architekten, Designagenturen oder Messebauer langfristig an sich zu binden. So war die Idee zu einer Fusion schnell geboren, als in beiden Unternehmen der Generationswechsel anstand. Mit vereinten Kräften und den sich perfekt ergänzenden Kompetenzen würde man noch umfassendere Leistungen in bester Qualität aus einer Hand anbieten können. „Gemeinsam sind wir noch stärker,“ lautete das Motto unter dem die beiden Lichtwerbe-Veteranen 2006 zum neuen Unternehmen Schreib+Keppler fusionierten und die Firmenleitung an die Söhne Andreas Schreib und Philipp Keppler übertrugen. Jetzt war es an ihnen, die Firmenkultur der „Quiet Quality“ fortzuschreiben.

Viktor Keppler und Gerd Schreib blieben dem Unternehmen verbunden. Während Viktor weiterhin technisch komplexe Projekte bearbeitete, betreute Gerd langjährige Kunden und unterstützte den Vertrieb. Auch die Entwicklung des Portfolios trieben sie weiter mit voran. Denn Lichtwerbung ist längst viel mehr, als leuchtende Botschaften. Sie vereint technische Innovation mit Marketing, Design, Handwerk, Lebensgefühl und Kunst. Mit seinen Standorten in Hamburg, Bremen und Lüneburg ist Schreib+Keppler heute der größte Fertigungsbetrieb für Werbung und Gestaltung mit Licht in Norddeutschland.

Bekannte Marken beleuchtet von Gerd Schreib
Bekannte Marken beleuchtet von Gerd Schreib
Lichtkunst à la Viktor Keppler
Lichtkunst à la Viktor Keppler

Moderne Lichtdesign-Dienstleister

Parallel zum Portfolio breitete sich nicht nur der Aktionsradius des Unternehmens weltweit aus. Auch die Individualisierung der Produkte nahm deutlich zu. Heute stehen zusätzlich zu klassischen Lichtwerbeelementen auch architektonisch anspruchsvolle Lichtinstallationen, riesige Videodisplays und gestalterisch herausfordernde Kunstobjekte im Auftragsbuch der Lichtexperten. Die Umsetzung erfolgt jeweils mit modernster LED-Technologie. Logisch, dass sich auch das Team den Anforderungen angepasst hat. Neben Elektrikern, Schlossern, Druckern, Lackierern, Schildermalern, Projektmanagern und Kaufleuten ergänzen heute Grafik- und Kommunikationsdesigner, Werbefachleute, Szenografen und IT-Experten die rund 50-köpfige Mannschaft. Aus einem klassischen Handwerksbetrieb ist zwar ein komplexer Lichtdesign-Dienstleister geworden, die Qualität, die Präzision und der partnerschaftliche Kundenkontakt sind allerdings noch genauso persönlich wie vor fast 100 Jahren.

Heute: Moderne LEDs an einer Konzernzentrale
Heute: Moderne LEDs an einer Konzernzentrale
Die Firmenzentrale in Norderstedt
Die Firmenzentrale in Norderstedt

Trotzdem wollen sich beide Senioren jetzt aus dem operativen Geschäft zurückziehen und den Unruhestand genießen. Statt technischer Herausforderungen und Kundenbetreuung stehen künftig mehr Basteln an alten Autos, Segeltörns und gesellige Freizeit auf dem Programm.

Viktor Keppler
Viktor Keppler
Gerd Schreib
Gerd Schreib

Die gesamte Belegschaft von Schreib+Keppler wünscht ihnen dafür viel Gesundheit, Freude und alles erdenklich Gute!

Wie man den Lichtspezialisten zum Wintergärtner macht – ein Interview mit Ando Grimm

Ando Grimm ist Schwarzwälder, gelernter Industrieelektroniker und hat Kommunikationsdesign mit Schwerpunkt Szenographie studiert. Aktuell illuminiert er für Schreib+Keppler die Wintergärten der HanseMerkur. Im Interview verrät er, warum er dafür brennt, Katalysator zwischen Kundenwunsch und technischer Umsetzung zu sein…

 

BrandLightNews: Seit Sommer 2019 sind Sie bei Schreib+Keppler. Was genau ist Ihr Tätigkeitsbereich?

Ando Grimm: Als Designer für Licht-, Beleuchtungs- und Gestaltungsprojekte bin ich vor allem für die Konzeption und Leitung komplexer Signage- und Signaletikprojekte zuständig. Diese findet man zum Beispiel in Passagen, Shopping-Malls, an den Zentralen größerer Unternehmen sowie an architektonisch besonders anspruchsvollen Gebäuden.

 

BLN: Vor Ihrer Zeit bei Schreib+Keppler haben Sie sowohl praktisch als auch wissenschaftlich im Bereich Beleuchtung, Leuchtenentwicklung und Lichtkonzepte und gearbeitet. Was macht heute die Faszination Ihres Jobs für Sie aus?

AG: Tatsächlich war ich nach meinem Studium und meiner Masterarbeit zunächst am Lehrstuhl für energieeffizientes Bauen und danach in der Produktentwicklung eines Leuchtenherstellers tätig. Jetzt reizt es mich, alle Facetten meiner Expertise als Lichtdesigner und Leuchtenentwickler in die Umsetzung komplexer Beleuchtungskonzepte einzubringen.

 

BLN: Wo sehen Sie persönlich Ihren optimalen Einsatzort bei Schreib+Keppler?

AG: Manchmal tut sich eine Lücke zwischen der Erwartung des Auftraggebers und der technischen Machbarkeit auf. Ich sehe meine Aufgabe darin, Lösungen zu finden, beide Bereiche in Einklang zu bringen und Bindeglied zwischen Kundenwunsch und technischer Umsetzung zu sein. Die grundsätzlich kurzen Abstimmungswege bei Schreib+Keppler spielen mir da zum Glück in die Hände.

 

BLN: Welches Projekt beschäftigt Sie aktuell am meisten?

AG: Zur Zeit bin ich für die Inszenierung der so genannten Wintergärten der HanseMerkur Hauptzentrale verantwortlich. Sie liegen direkt an der Alsterglacis und sind vom Hamburger Dammtor-Bahnhof sowie von der Alster kommend ein echter Blickfang.

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Auch das Firmenlogo stammt aus den Werkstätten von Schreib+Keppler

BLN: Was bedeutet Inszenierung in diesem Fall?

AG: Ziel ist es, die Glasfassaden der Wintergärten lichttechnisch herauszuarbeiten und bei besonderen Anlässen, z.B. beim Blue Port Hamburg, erstrahlen zu lassen. Zudem soll die Illumination den Gebäudekomplex harmonisch verbinden und nachhaltig im Hamburger Stadtbild verankern.

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Bei Dunkelheit zeichnen sich die vier Lichthöfe der so genannten Wintergärten besonders gut ab

BLN: Wo liegen da die Herausforderungen für einen Lichtexperten wie Sie?

AG: Lichtstarke RGB-W-LED-Strahler sollen die Wintergärten so monochrom wie möglich erhellen, ohne dass die Mitarbeiter in den angrenzenden Büros geblendet werden. Insgesamt gibt es vier baulich unterschiedliche Einheiten, die zum Teil in drei verschiedene Abschnitte geteilt sind. Dabei erstrecken sich die einzelnen Glasflächen bis zu 20 Meter hoch über mehrere Etagen. Jeder Bereich muss also ganz individuell geplant und ausgeleuchtet werden.

 

BLN: Wie setzen Sie das technisch um?

AG: Zur Ausleuchtung installieren wir die LED-Strahler auf ein Montagesystem, das für die verschiedenen Bauuntergründe wie Beton, Rigips oder Gitterrosten konzipiert ist. Damit der Kunde einen realistischen Eindruck und eine verlässliche Entscheidungsgrundlage erhält, haben wir zudem zwei Beleuchtungsproben mit verschiedenen Leuchtentypen durchgeführt.

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Gut zu erkennen: die drei verschiedenen Abschnitte sind ganz monochrom ausgeleuchtet

BLN: Damit ist Ihre Aufgabe aber noch nicht erledigt, oder?

AG: Nein, Schreib+Keppler hat den Auftrag zur Koordination der Umsetzung von der Planung bis zu Endabnahme. Hierzu bedarf es der engen Abstimmung mit ganz unterschiedlichen Beteiligten: von der gemeinsamen Ideen- und Entwurfsphase mit dem Kunden über in die Planungs- und Umsetzungsphase mit Gebäudetechnik und Leuchtenhersteller bis zur Inbetriebnahme mit den Installationsbetrieben. Die Anbindung an die Gebäudesteuerung wird beispielsweise durch die Firma Nass realisiert. Die Leuchten wurden von Insta Lighting geliefert.

 

BLN: Das Projekt fiel zum Teil mitten in den Corona-Lockdown. Wie hat sich das auf die Abläufe ausgewirkt?

AG: Auch ohne regelmäßige persönliche Meetings und trotz einiger Lieferverzögerungen, ist es uns dank transparenter Zeitpläne und einem flexiblen und sehr kollegialem Miteinander gelungen, Terminketten zwischen allen Beteiligten bestmöglich einzuhalten. Sofern noch offene Freigaben erfolgen, wird das Projekt im Herbst abgeschlossen. Darauf können wir alle stolz sein.

 

Projektdaten im Überblick

Projekt:

Zentrale der HanseMerkur – Inszenierung der Wintergärten

Besonderheiten:

Lichtstarke RGB-W-Led Strahler sollen die Wintergärten mit einer maximalen Gebäudehöhe von ca. 20 Metern möglichst monochrom erhellen. Projektabwicklung zu Zeiten von COVID-19

Auftraggeber:

HanseMerkur Hauptzentrale, Hamburg

Ansprechpartner HanseMerkur:

Jan Biallas, Manager strategische & operative Markenentwicklung

Weitere Partner:

Leuchten: Insta Lighting

Steuerung: Elektro- und Gebäudeinstallation Siegfried Nass, Hamburg

Projektmanagement & Montage:

Schreib+Keppler GmbH & Co. KG, Hamburg