Einfach abgefahren – funktionales Beschilderungssystem

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) haben sich beim Beschriftungssystem ihrer Büroräume von ihrem Streckennetz inspirieren lassen.

Das Projekt

Als die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) mit mehreren Abteilungen in die Trias Towers (ehemalige Telekomgebäude) umzogen, war ein funktionales Beschilderungssystem gefragt. Das Büro Meta Design hatte den Pitch um das Beschilderungskonzept gewonnen. S+K war für eine beschränkte Ausschreibung vorgeschlagen worden und hatte dann den Zuschlag bekommen.

Die Aufgabe

Die Trias Towers sind drei Bürotürme, die durch einen Querriegel miteinander verbunden sind. Neben der einfachen und sicheren Orientierung für Besucher und Mitarbeiter war auch eine architektonisch anspruchsvolle Lösung zentrale Vorgabe für die Realisierung..

Die Lösung

Der Entwurf von Meta Design sah für jeden Baukörper ein eigenes Farbkonzept vor. Der Clou: Die Gestaltung orientiert sich am Layout der Streckenpläne öffentlicher Nahverkehrsbetriebe, den so genannten Perlenketten. Dieses Design findet sich durchgängig in allen Beschilderungselemente wieder. Innerhalb kürzester Zeit mussten mehr als 900 Türschilder individuell mit der entsprechenden Raumnummer, Funktion, Farbigkeit etc. beschriftet werden.

Technisch außerordentlich anspruchsvoll war insbesondere die Herstellung der Glasstelen, die einerseits Auskunft über das Stockwerk andererseits über die Raumverteilung geben. Sie sind beidseitig beschriftet und frontseitig mit einem UV-geschützten Laserprint sowie auf der Rückseite – je nach Standort – mit unterschiedlichen Diffuserfolien versehen.
Diese werden benutzt, um eine einheitliche Farbwirkung zu erzielen. Einige Stelen stehen vor Granitwänden: Hier muss die Diffuserfolie sehr dicht sein, um die Farbigkeit des Steins zu reduzieren. Bei den Stelen, die vor Fenstern stehen hingegen, kann das Rücklicht die Folien zum Leuchten bringen. Auch ganz klassische Verfahren kamen zum Einsatz: Bei der Beschriftung der Wände wurde die Farbe mit Hilfe von Schablonen auf die vorhandene Tapete aufgebracht.

Projektdaten im Überblick

Projekt

Beschilderungssystem für die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) in den Trias Towers, Berlin

Besonderheiten

Äußerst umfangreiches Projekt mit unterschiedlichsten Beschriftungs- und Schildertypen

Ansprechpartner BVG

Annette Walde, Sabine Hilgner und Team

Planer

Meta Design: Rico Zocher, Uwe Röttgen und Team

 

 

Nah am Wasser gebaut – neues aus der Speicherstadt

Wie edle Goldschriften direkt an der Elbe auch nach Jahren noch glänzen

Die Projekte

In Hamburgs denkmalgeschützter Speicherstadt gibt es die klare Vorgabe, dass Außenschriftzüge nur blattvergoldet, in der Schrifttypo Frutiger und in einer bestimmten Größe zulässig sind. Die rasante Entwicklung dieses Viertels bringt zahlreiche neue Museen, Restaurants, Geschäfte und Büros hervor. Meilensteine sind u.a. das Hanseatic Trade Center, das Internationale Maritime Museum Hamburg und der Speicher Block N (die neue Markthalle), die in der Zeit von 2006 bis Ende 2008 mit Schriftzügen versehen werden.

Die Aufgabe

Durch die unmittelbare Nähe zur Elbe muss das so genannte „Aufblühen“ der Schriften – ein Oxidationsprozess auf der Metalloberfläche, der das Abblättern des Blattgolds zur Folge hat – vermieden werden. Es gilt eine Lösung zu finden, die die Vorgaben des Denkmalschutzes mit edler Anmutung und Langlebigkeit verbindet. Zudem müssen wasserseitige Montagen ohne die Hilfe von Hubwagen ausgeführt werden.

Die Lösung

Basierend auf einem Vorschlag von Schreib+Keppler werden hochwertige Buchstaben- reliefkörper aus Kupfer gefertigt. Diese werden mit einem gelben Speziallack versehen, zweifach vergoldet und poliert. So ergibt sich nicht nur eine strahlend goldene Oberfläche. Im Gegensatz zu häufig verwendeten Aluminium-Buchstaben bietet diese speziell bearbeitete und hochwertige Kupfervariante den großen Vorteil, auch bei wasserseitiger Anbringung gegen ein Aufblühen der Oberfläche resistent zu sein. Je nach Wunsch des Auftraggebers können diese Reliefe beleuchtet (Lichthof) oder unbeleuchtet ausgeführt werden.

Fassadenkletterer machen’s möglich

Durch die direkte Fleetlage des Internationalen Maritimen Museums ist die Verwendung von Hubwagen bei der Montage nicht möglich. Die Lösung liegt hier im Einsatz von professionellen Fassadenkletterern, die gleichzeitig in der Lage sind, die hochwertigen Buchstaben fachgerecht zu befestigen. Dabei fand die Vormontage im Museum inmitten historischer Exponate statt. Die Buchstaben wurden dann unter Verwendung einer speziellen Montagevorrichtung durch das Fenster nach draußen und an die jeweilige
Montagestelle befördert. Um den schonenden Umgang mit den hochwertigen Oberflächen jederzeit sicherzustellen, muss der komplette Vorgang, von der Vor- bis zur Endmontage, auch unter diesen erschwerten Bedingungen hochkonzentriert und mit aller Sorgfalt  ausgeführt werden.

Projektdaten im Überblick

Projekt

1. Hanseatic Trade Center, bestehend aus mehreren Gebäudekomplexen mit unterschiedlichen Fassadenoberflächen, Montage- und Ausleuchtungsvarianten;
Gesamtvolumen: acht Diodentexte und ein Neonschriftzug
2. Internationales Maritimes Museum Hamburg, zwei Schriftzüge (unbeleuchtet),
davon einer zur Wasserseite
3. Speicher BLOCK N, vier Schriftzüge (unbeleuchtet)

Besonderheiten

Zweifache Vergoldung auf Kupfer für langlebige Schriftzüge in Wassernähe

Auftraggeber

1. HZW Multimedia Systems GmbH,
2. Peter Tamm Sen. Stiftung,
3. HHLA, Hamburger Hafen und Logistik AG

Eine runde Sache – Beschriftung des Brahms Kontors

Handgefräste Gold-Buchstaben aus Mehrschichtholz geben Kontorhaus den letzten Schliff

Das Projekt

Das Brahms Kontor, ein über einhundert Jahre altes und denkmalgeschütztes
Gebäudeensemble im Herzen Hamburgs, ist ein Paradebeispiel klassischer Kontorhaus-Architektur. Mit seiner charakteristischen Pfeilerfassade, aufwändigen Mosaiken, Spaltklinker-Ornamenten, matt geschliffenen Granitböden, Skulpturen und liebevoll gestaltete Art-déco-Elementen bietet es nach seiner Sanierung rund 24.000 qm
hochwertige Bürofläche. Die außergewöhnliche Architektur soll nach außen durch drei goldene Schriftzüge, die die verschiedenen Hauseingänge kenn-zeichnen, unterstrichen werden.

Die Aufgabe

Die goldenen, nicht beleuchteten Buchstaben in der Typo Century Gothic sollen so angelegt werden, dass die vorderen Kanten jeweils abgerundet sind. Zudem soll der goldene Eindruck langlebig strahlend und widerstandfähig sein.

Die Lösung

Da eine abgerundete Form mit den sonst üblichen Kupferbuchstaben kaum zu erzielen ist, schlägt Schreib+Keppler Holz als geeignetes Material vor, um die gewünschte Optik zu erzielen. Die bis zu 32 cm hohen und 4 cm tiefen Buchstaben werden zunächst maschinell aus robustem Mehrschichtholz gefräst. Dann wird die abgerundete Außenkontur von Hand nachgearbeitet, wobei die gewünschte und spezifische Form entsteht. Durch Grundierung, mehrmaliges Schleifen und Lackieren wird das Holz zunächst geschützt und dann zweifach vergoldet, was für eine besonders brillante Färbung sorgt. Die Anbringung auf Abstand auf einer speziellen Messinghalterung erfolgt nach genauen Vorgaben des Architekten neben den unterschiedlichen Eingängen des Gebäudekomplexes.

Projektdaten im Überblick

Projekt

Beschriftung des Brahms Kontors

Besonderheiten

Die Typo in Century Gothic soll golden sein und nach vorne abgerundeten Kanten haben

Auftraggeber

Grundstücksgesellschaft Karl-Muck-Platz GmbH, Hamburg

Architekt

KPW Architekten Kleffel Papay Warnecke Architektenpartnerschaft

Deutsches Auswandererhaus Bremerhaven

Entdecken Sie ein spannendes Erlebnismuseum in top-moderner Architektur: Das Deutsche Auswandererhaus Bremerhaven.

Im Deutschen Auswandererhaus Bremerhaven (DAH) ergänzen sich Geschichte und Biografien, Architektur und Inszenierung zu einer Gesamtkomposition, die das Abenteuer Migration lebendig werden lässt. Hier können Besucher die Geschichte und Schicksale von Auswanderern nicht nur hautnah nachvollziehen. Sie können sich auch aus erster Hand über die Biografie ausgewanderter Familienmitglieder informieren. Das Haus wird inhaltlich von drei Säulen getragen: der Dauerausstellung zur historischen Auswanderung, dem aktuellen Forum Migration sowie Sonderausstellungen und Veranstaltungen. An authentischer Stelle des historischen Standorts „Neuer Hafen“  gelegen, wurde das DAH 2007 mit dem „European Museum of the Year Award“ ausgezeichnet.

Durchaus beeindruckend und sinnbildlich ist auch seine Architektur. Dem Entwurf des Büros Studio Andreas Haller folgend wurden über 150 Betonpfähle 20 m tief im Boden verankert. Die Außenfassade besteht aus 1.280 qm gekrümmter Sichtbetonfläche sowie einer Holzfassade aus 907 qm horizontal angeordneter Lamellen aus Lärchenholz.
Die aufragenden Betonschwingen des Gebäudes, die bis zu 24,5 m hoch sind, sollen ein weißes, winkendes Tuch sowie Segel symbolisieren. Beide stehen für die Sehnsucht nach einem neuen Leben und die Hoffnung auf ein Wiedersehen. Zu allen vier Himmelsrichtungen ist das Museum mit dem goldenen Schriftzug DEUTSCHES AUSWANDERER HAUS versehen. Die Reliefbuchstaben wurden in der Typo Kievit Extra Bold aus langlebigem Kupfer gefertigt, mehrfach lackiert mit einer sehr hochwertigen 23 1/3-Karat Vergoldung veredelt. Diese Verarbeitung sichert auch in exponierter Wassernähe ein strahlendes, goldenes Erscheinungsbild und ist auch unbeleuchtet ein edler Blickfang für jeden Besucher.

Mehr zum Museum erfahren Sie unter
http://www.dah-bremerhaven.de

Projektdaten im Überblick

Projekt

Beschriftung des Deutschen Auswandererhauses Bremerhaven

Besonderheiten

Goldreliefbuchstaben aus Kupferblech in der Typo Kievit Extra Bold mit einer 23 1/3-Karat Vergoldung

Auftraggeber

BEAN – Bremerhavener Entwicklungsgesellschaft Alter/Neuer Hafen mbH & Co KG

Architekt

Studio Andreas Heller, Hamburg

Haspa am Jungfernstieg

Mit vergoldeten Buchstaben setzt die Haspa am Jungfernstieg Akzente

Das Projekt

Am Standort Jungfernstieg in Hamburg soll die Flagschiff-Filiale der Haspa mit einem CD-konformen und gleichzeitig aufmerksamkeitsstarken Äußeren entstehen. Denkmalschutzvorgaben lassen aber weder die sonst übliche großflächige rote
Haspa-Blende noch eine künstlerisch gestaltete Türumrandung zu.

Die Aufgabe

Bauherren, Architekten, Planer, Handwerker und Denkmalschützer müssen eine Lösung entwickeln, die nicht nur die Vorstellungen des Bauherrn mit denen des Denkmalschutzes in Einklang bringt, sondern auch die Grenzen des technisch machbaren berücksichtigt.

Die Lösung

Basierend auf einem Vorschlag der Design- und Brandingagentur Syndicate einigen sich die Beteiligten, statt weißer Buchstaben goldene für den Firmenschriftzug zu verwenden. Diese sollen auf einer Natursteinblende angebracht werden, die sich der Fassade optimal anpasst. Nur über dem Eingangsbereich soll das eigentliche Haspa-Logo erscheinen. Vor dem Hintergrund einer möglichst hochwertigen Anmutung entscheiden sich Architekten, Berater und Lichtplaner dafür, die Buchstaben echt zu vergolden und die Ausleuchtung mit energiesparenden LEDs vorzunehmen.

Naturstein light
Als problematisch erweist sich die unterlegte Natursteinblende. Die geplante Ausführung entpuppt sich als zu schwer für die bestehende Vordachkonstruktion, an der zuvor leichte Aluminiumbleche (vormals Wormland) befestigt waren. Nur eine statische Verstärkung des Vordachs kann diese Alternative retten. Doch vor dem Hintergrund knapper Terminketten ist dies nahezu unmöglich und es muss schnell eine leichtere Variante gefunden werden. Die Lösung: Schreib+Keppler fertigt auf eigenen Vorschlag neue Aluminiumbleche und beschichtet diese in einem speziellen Verfahren wie Natursteinplatten. Das Fazit: Der Eröffnungstermin wird gehalten, Kosten werden gespart und vor allem: Die erzielte Optik ist von echtem Naturstein kaum zu unterscheiden.

Projektdaten im Überblick

Projekt

Fassadengestaltung der Flaggschiff-Filiale der Haspa am Jungfernstieg

Besonderheiten

Ultraleichtes Aluminium in Natursteinoptik ersetzt schweres Naturprodukt

Auftraggeber

Hamburger Sparkasse

Architekten/Planer

Frank Nun (Projektleitung Bereich Bau), Frank Schäfer
(Leiter der Abteilung Immobilienservice, Bereich Bau)

Planung

Firma BancArt

Sandra Tamke (Projektleitung), Dipl. Ing. Hochbau Rainer Umland (Bauleitung)

Firma Syndicate

Denkmalschutzbehörde

Luis Mureno

LEDs machen’s möglich

Leuchtbuchstaben so flach wie eine Zigarettenschachtel setzen die Sparda-Bank Hamburg edel in Szene

Das Projekt

Im Rahmen ihrer Wachstumsstrategie eröffnet die Sparda-Bank in Hamburg nicht nur kontinuierlich neue Filialen. Auch die bestehenden Standorte werden sukzessive modernisiert. Im Zuge dessen setzt das Kreditinstitut, das deutschlandweit bereits 14 Mal Platz 1 in Punkto Kundenzufriedenheit belegt hat, neue Akzente beim Auftritt.

Die Aufgabe

Im Außenbereich präsentierte sich die Sparda Bank ursprünglich mit relativ einfachen Lichtkästen, die mit Leuchtstoff-Röhren ausgestattet waren. Meistens war der Firmenschriftzug in weiß auf einer blauen Grundfläche aufgebracht und mit einem orangenen Unterstrich versehen. Vereinzelt gab es auch Einzelbuchstabenanlagen mit Neonausleuchtung, die aber im Bezug auf Leuchtwirkung und -kraft nicht immer optimal und aufgrund der geringen Schriftgröße nur bedingt einsetzbar waren. Die Sparda-Bank hat sich daher bei der Renovierung bestehender und Ausstattung neuer Filialen entschieden auf einen überarbeiteten Look zu setzen. Zum einen sollte die Optik durch modernere Farben und innovativere Schriftzüge verbessert und eine hochwertigere Anmutung erzielt werden. Zum anderen standen auch wirtschaftliche Gesichtspunkte
(wie z.B. Engergierverbrauch und Wertungsintensität) im Fokus.

Die Lösung

In enger Zusammenarbeit mit Schreib+Keppler wurden neue Gestaltungs- und Beleuchtungskonzepte erarbeitet. Eine Besonderheit stellen dabei die Diodenschriftzüge im Innen- und Außenbereich dar: Spezielle Dioden-Einzelbuchstaben aus gefrästen Acrylglas mit eingegossenen weißen Power-LEDs werden auf einer silbernen Grundfläche aus Aluminium angebracht. Mit ihrer extrem geringen Bautiefe von nur 32 mm sind die Buchstaben flach wie eine Zigarettenschachtel und dabei dank der LEDs trotzdem brillant und homogen ausgeleuchtet. Ein weiterer positiver Aspekt: im Vergleich zur Ausleuchtung mittels Neonhochspannungs-Systemen spart die Dioden-Technik auch Energiekosten.

Zusätzlich zu dieser Neuerung entwirft, erstellt und montiert Schreib+Keppler für die Sparda-Bank Hamburg auch Werbeanlagen und Bannerwerbung an der Fassade oder auf dem Dach, entwickelt Innenbeschilderungen bzw. Wegeleitsysteme und übernimmt auch die Fenstergestaltung.

Projektdaten im Überblick

Projekt

Modernisierung der Filialen der Sparda-Bank Hamburg, Schriftzüge, Konturen und Logos als Einzelbuchstaben aus gefrästen Acrylglas mit eingegossenen weißen Power-LED’s

Besonderheiten

Nur 32 mm Buchstabentiefe
Acrylglas: Licht streuend, Frontseitig Blau, Orange, Weiß aufgeschwemmt
Zargen: seitlich 2/3 ablackiert, silber RAL 9006

Auftraggeber

Sparda-Bank Hamburg eG

Projektleitung

Dipl. Ing. Architekt Gerhard Schaefer

Bauleitung

Ingenieurbüro Dipl. Ing. H. Vössing GmbH

Lichtkunst im Untergrund „Die fünf Kontinente“ …

…im U-Bahnhof Hagenbecks Tierpark

Die 200×125 cm großen Dialeuchtkästen gliedern den Verbindungsgang der U-Bahn Station Hagenbecks Tierpark, der insgesamt durch 11 Türen unterbrochen wird, und geben ihm warme, positive Impulse.

Federn, Haut, Fell und Schuppen – dass sich daraus ein beeindruckendes Kunstwerk schaffen lässt, ist spontan nur schwer zu glauben. Beim genauen Hinschauen leuchtet es dann aber umso mehr ein, und das im wahrsten Sinne des Wortes. Denn im Rahmen des Senatsprogramms „Kunst im öffentlichen Raum“ wurden jetzt u.a. das Werk „Die fünf Kontinente“ des deutschen Künstlers Jochen Lempert der Öffentlichkeit im U-Bahnhof Hagenbecks Tierpark zugänglich gemacht.

„Dieses Kunstwerk muntert die Anreisenden wunderbar auf, die Tierwelt bei Hagenbeck zu besuchen,“ urteilte Hamburgs Kultursenatorin Prof. Dr. Karin von Welck anlässlich der Eröffnung.

Und wirklich: Das raumgreifende Werk „Die fünf Kontinente“ erhellt den U-Bahntunnel nicht nur auf ganz besondere Weise. Die 24 Dialeuchtkastenmodule stimmen Passanten zudem sehr charmant auf den Besuch des Tierparks ein.

Globale Makromuster
Die Leuchtkästen zeigen schwarz-weiße Dias, die aus 50 verschiedenen Motiven zusammengesetzt sind und sich in unterschiedlichen Kombinationen wiederholen. Bei den Dias handelt es sich um eine allegorische Darstellung der fünf Kontinente durch Tiere, genauer gesagt durch deren Oberflächenstrukturen wie Haut, Federn, Schuppen und Fell. Während Europa durch den Feuersalamander und Afrika durch das Zebra vertreten ist, stehen Pfaue und Fasane für Asien, Schmetterlinge für Amerika und tropische Fische für die Korallenriffe Australiens. Durch die Kombination ihrer unterschiedlichen Strukturen entstehen nach den Worten des Künstlers Jochen Lemper neue „globale Makromuster“.

Sicherheitstechnik auch bei Kunstwerken
Doch auch die schönen Künste bleiben von Sicherheitsvorgaben nicht verschont, vor allem nicht, wenn sie im öffentlichen Raum ausgestellt werden. In diesem Fall wurde das sonst bei Leuchtkästen übliche, relativ leichte Acrylglas durch Sicherheitsglas ersetzt. Der Vorteil: Bei einer Beschädigung zerbricht es ähnlich dem Autoglas in winzige Stücke, an denen man sich nicht verletzen kann. Der Nachteil ist jedoch das immense Gewicht: Rund 36 kg wiegt eine Scheibe, was einen besonderen Aufbau sowie eine spezielle Aufhängung der Kästen erforderlich macht. Zudem wurden die Leuchtkästen mit bestimmten Leuchtstofflampen ausgerüstet, die den Sicherheitsanforderungen der Hamburger Hochbahn entsprechen. Ein besonderer Dank gebührt dem Künstler Jörn Zehe, der die Realisierung dieses Projektes maßgeblich gesteuert hat.

Projektdaten im Überblick

Projekt: Lichtkunstwerk „Die fünf Kontinente“

Besonderheiten:
Die 200×125 cm großen Dialichtkästen sind durch Sicherheitsglas, spezieller Aufhängungen und spezieller Sicherheitstechnik für die Nutung im öffentlichen Raum zugelassen.

Künstler: Jochen Lempert

Auftraggeber: Bezirk Eimsbüttel

Projektleiter: Jörn Zehe, www.9minus8.de

Betreuung durch Hamburger Hochbahn AG: Silke Meyer

DER SPIEGEL in der HafenCity

Das Medienunternehmen, zu dem das deutsche Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL, die Nachrichten-Website SPIEGEL ONLINE, der TV-Producer SPIEGEL TV und das renommierte manager magazin gehören, ist umgezogen. Es hat jetzt seinen Sitz in einem modernen und herausragenden Gebäude an der Ericusspitze in der HafenCity – dem neuen Stadtteil im Zentrum Hamburgs, direkt an der Elbe gelegen.

Pünktlich zum Einzug der Redakteure und Journalisten realisierte SCHREIB+KEPPLER die etwa 13 Meter langen und 1,7 Meter hohen SPIEGEL-Schriftzüge in roten Lettern, die nun viele Hamburger und auch die aus dem Süden anreisenden Besucher bei Tag und Nacht weithin sichtbar begrüßen.

Die Werbeanlagen für das neue SPIEGEL-Gebäude erfüllen hohe technische und qualitative Anforderungen. Mit den jeweils rund 900 Hochvolt-LEDs der Marke Hansen wird ein verlustarmer Betrieb der elektrischen Komponenten erreicht. Durch diese innovativen Leuchtdioden werden circa zehn Prozent des Energieverbrauchs gegenüber herkömmlichen LED-Leuchtmitteln mit 12 oder 24 Volt eingespart und es wird ein Betrieb der Lichtwerbeanlagen mit einem Anschlusswert von etwa 350 VA ermöglicht.

Auf den Seiten des hochmodernen Mediengebäudes wurden Lichtwerbeanlagen mit dem Schriftzug „DER SPIEGEL“ installiert – sie zeigen in alle vier Himmelsrichtungen.
Zur Montage der fast eine halbe Tonne wiegenden Gesamtkonstruktion wurden die Werbeanlagen jeweils in drei Teilen gefertigt und erst an der Fassade des Gebäudes
– in luftigen 54 Metern Höhe – als Ganzes zusammengefügt.

Die Fertigung der Lichtwerbeanlagen erfolgte im Werk von SCHREIB+KEPPLER in Norderstedt. Nach etwa vier Monaten Vorlauf für Planung, Konstruktion, Bauantragstellung und Genehmigungsphase wurden die Anlagen dort in vierwöchiger Bauzeit angefertigt. Die Installation am Gebäude wurde schließlich von fünf Spezialisten des Montageteams innerhalb einer Woche ausgeführt.

Produktion Filmbrothers, Hamburg
www.filmbros.de

Neben der von überall gut sichtbaren Lichtwerbung hat das neue SPIEGEL-Gebäude weitere Eyecatcher zu bieten: Die zurückgesetzte Glasfassade an der Nordseite des Gebäudes wird wegen ihres Erscheinungsbildes und ihrer Transparenz auch das „Fenster zur Stadt“ genannt. Hier ist im fünften Stockwerk auch ein Teil der legendären Kantine des dänischen Architekten und Designers Verner Panton aus dem ehemaligen SPIEGEL-Haus an der Brandstwiete als Snack-Bar erhalten geblieben. Die auffälligen rot-orangen Farbmuster erscheinen den Passanten wie ein Ausstellungsstück und eine Reminiszenz an die Pop-Art der 1960er und 1970er Jahre.

Der größere Teil der Kantine – wegen ihres einmaligen Designs seit 1998 denkmalgeschützt – wurde von der SPIEGEL-Gruppe nach dem Umzug an das Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg übergeben, wo sie seit dem Sommer 2012 als innenarchitektonisches Kunstwerk zu besichtigen ist.

Projektdaten im Überblick

Projekt: Werbeanlagen die SPIEGEL-Gruppe

Facts & Figures

4 Stück Werbeanlagen „DER SPIEGEL“ / 3-teilig gefertigt

4 Fassadenseiten

Buchstabenhöhe: 1.700 mm

Schriftzug-Länge: 12.900 mm

Ausführung: Profil 4, Aluminium, Stahl und Acrylglas

Acrylglas: Plexiglas Röhm GS 3H25

Ausleuchtung: HANSEN LED Power Rot

LED-Anzahl: 897 Stück

Converter: extern im Schutzkasten / revisionierbar rückseitig der Attika

Leistung: 359W

Gesamtgewicht einer Anlage, inkl. Konstruktion: 420 Kg

Montagehöhe: 54 Meter

Planung / Statik / Behördliche Genehmigungen: 4 Monate

Fertigung: 6 Wochen

Montage: 5 Monteure

Dauer: 1 Woche

Montage: mittels bauseitiger Befahranlage mit Schwerlasthaken, Tragfähigkeit bis 450Kg

Über ein Touchpanel steuerbare und dimmbare Leuchtwand, edel und leicht…

…soll sie aussehen, dimmbares Licht in weiß und blau abgeben und für eine moderne Atmosphäre im Konferenzraum des ZEIT-Verlags sorgen. Aber auch, wenn sich jemand mal dagegen lehnt, darf sie nicht nachgeben. Wie konstruiert man so eine Leuchtwand?

Mit dieser Anfrage wandte sich der ZEIT-Verlag an Schreib+Keppler, die schon einige Leuchtschriften für die Außenfassade des Verlags geliefert hatten. Das ca. 10 m² Leuchtobjekt sollte zwar in die Wand eingelassen werden,dennoch musste die Konstruktion seitlichem Druck, z.B. durch eine sich anlehnende Person, standhalten. Zudem wünschten sich die Bauherren unterschiedliche Lichtsituationen (Dimmbarkeit, Farbwechsel zwischen weiß und blau) sowie die Steuerung des Lichtspiels über ein so genanntes Touchscreen. Auch bei ausgeschaltetem Zustand sollte sich die Wand in die hochwertige Einrichtung des Raums integrieren und jederzeit den Eindruck eines Lichtkunstobjektes verbreiten.

Schreib+Keppler plante und baute die Leuchtwand innerhalb von knapp zwei Monaten. Edelstahlblenden und drei satinierte Acrylglasscheiben bilden den Korpus. Ausgeleuchtet wird dieser von 1.568 weißen sowie 768 blauen LED. Bei der Stabilität setzten die Lichttechnikexperten auf Edelstahl-T-Profile mit minimierter Schattenbildung, um den gleichmäßig leuchtenden Eindruck der Wand so weit wir möglich aufrecht zu erhalten. Die LED sind getrennt über ein Touchscreen ansteuerbar und sorgen jetzt für stufenlose Lichtspiele in weiß und blau.

Projektdaten im Überblick

Projekt:
Über ein Touchpanel steuerbare und dimmbare Leuchtwand

Besonderheiten:
Hochwertige Materialien müssen unauffällig zu einer stabilen Leuchtkonstruktion verarbeitet sowie unterschiedliche Lichteffekte ermöglicht werden

Auftraggeber: ZEIT-Verlag

Design und Konstruktion: Schreib+Keppler

Architekt: Matthias Arndt

LED Fabrikat: HANSEN

Touchscreen/Steuerung: Toni Maroni